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Deuce Bigalow: European Gigolo

Deuce Bigalow: European Gigolo

Wir können es eigentlich kurz machen, denn jede geschriebene Zeile zu diesem Film ist pure Verschwendung. Wenn Amerika wirklich einen erfolgreichen Kampf gegen den Terror geführt hätte, dann wäre dem Kinopublikum dieses Machwerk erspart geblieben. Denn die Fortsetzung des 1999 schon unnötigen Rent-A-Man ist ein Anschlag auf den guten Geschmack. Darüber kann man normaler Weise vortrefflich streiten, wer sich aber in diesem Film wirklich gut aufgehoben fühlt, sollte sich vielleicht einmal hinterfragen.

Platte Witze über Behinderte, Krebskranke, Homosexuelle und fremde Kulturen sind das Einzige, was den Drehbuchautoren rund um Hauptdarsteller Rob Schneider einfiel.

Die Story des Films ist so unsinnig und haarsträubend, dass es unnötig ist, sie zusammen zu fassen. Letztlich versucht sie ohnehin nur, die platte Gag-Revue in ein Gerüst zu pressen. Wäre ja auch nicht wirklich schlimm, wenn es denn wenigstens lustig wäre. Wenn man bei einer Komödie bereits nach den ersten zehn Minuten gelangweilt auf die Uhr schauen muss, dann läuft etwas schief. Und das ist bei Deuce Bigalow ganz sicher die Art des Humors. Platte Witze über Behinderte, Krebskranke, Homosexuelle und fremde Kulturen sind das Einzige, was den Drehbuchautoren rund um Hauptdarsteller Rob Schneider einfiel. Pointen sind nicht vorhanden, man zielt letztlich nur darauf ab, durch immer extremeres Aussehen der Figuren Komik hervorzurufen. Ja, große Segelohren und Geschlechtsteile im Gesicht sind genau der Stoff, den eine exzellente Komödie auszeichnet. Meine bevorzugte Art von Humor ist das jedenfalls nicht. Ich habe Dramen gesehen, die mehr Komik zu bieten hatten.

Rob Schneider mag ein witziger Kerl sein, aber bitte nicht in einer Hauptrolle, die einen Film zu tragen hat. In Judge Dredd zum Beispiel hat er eine Rolle, die für ihn OK ist. Zwischendurch mal einen Gag als Sidekick, aber bloß nicht zu viel Leinwandpräsenz, denn dann hat sich seine Mimik abgenutzt. Bei schlechten Filmen kann man oft positiv erwähnen, dass sie eine kurze Laufzeit haben, aber die 84 Minuten von Deuce Bigalow kamen mir vor wie zwei lange Wochen ohne Verpflegung und Getränke in der Wüste Gobi.

Fazit: Komödie wie eine Sommergrippe: Nicht lustig. Man braucht sie nicht und ist froh wenn sie weg ist, falls man sie doch bekommt.

Note: 6

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