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Umzug mit Hindernissen

Nachdem Olaf ja bereits berichtet hat von unserer dienstäglichen Umzugsaktion, werde ich meine Version nun nachreichen. Ja, der Stress hält mich gerade etwas hier ab, insofern kommt alles etwas versetzt im Moment. Also nun die Story vom Dienstag.

Ich konnte mal wieder nicht Nein sagen, was prinzipiell ja eigentlich nicht so schwer sein sollte. Aber wenn ich schon im Schlamassel drin sitze, dann kann ich ja noch ein paar Leute um mich rum mitreissen. Olaf war der Einzige, den ich fassen konnte und durch geschickte Fragestellung in Verbindung mit in Aussicht gestellten Futtereien hatte ich ihn dann rumbekommen. Wenn Frauen ähnlich einfach umzustimmen wären wie Olaf, dann hätte ich ein ausschweifendes Sexleben und nicht jede zweite Frau würde sich nach mehr Sex sehnen. Aber ich schweife ab.

Wir kamen zum Ort des Geschehens, als die Wohnung schon so gut wie ausgeräumt war. Ich erschrak zunächst, da ich dachte, ies wäre jemand gestorben, denn alle anwesenden Helfer waren komplett in schwarz gekleidet und Olaf und ich wirkten wie schillernde Paradiesvögel. Erfreulicherweise lag die Wohnung im ersten Stock und es waren nur noch zwei kleine Schränke nach draußen zu tragen. Nach Schrank 1 untersuchte Olaf zunächst einmal, ob noch Brötchen in der Küche zu finden waren. Nach der Besichtigung war es dann zumindest eins weniger und Olaf für Schrank Nummer 2 gestärkt.

Dann ging’s ab zur neuen Wohnung und mein Optimismus machte sich schon mal auf den Heimweg. Die neue Wohnung lag im vierten Stock. Altbau. Enges Treppenhaus. Mit jedem Gang fühlten sich meine Beine mehr wie Gummi an und die Pausen wurden immer länger. Am Besten war das Chillen auf der Couch an der Straße (Bild siehe unten). Selbst ein leerer Briefumschlag nimmt auf dem Weg nach oben das Gewicht eines Mittelklassewagens an. Wenigstens konnten wir Olaf beruhigen. Als einer der Helfer einen Spiegel nach oben trug war deutlich ein Spiegelbild zu sehen. Es handelte sich eindeutig nicht um Vampire, sondern wirklich nur um Leute mit einer ausgeprägten Vorliebe für schwarze Kleidung mit schwarzen Accessoires und Applikationen.

Aber auch dieses Vorhaben wurde souverän vom dynamischen Duo gemeistert. Beim Essen im StarDiner mit den beiden zuckersüßen Bedienungen („Olaf, ich nehm die Brünette, du nimmst ja eh alles!“) musste ich Olaf noch versprechen, aus meiner ICQ-Liste alle Leute zu streichen, die in absehbarer Zeit umziehen oder eine Wohnung renovieren.

Helden der Arbeit

Ein Kommentar zu “Umzug mit Hindernissen

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