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Operation Dessert Storm

Gestern. Samstagabend. Was tun? Einfach mal mit Olaf abhängen. Geplant war Futtern, Kino und danach auf’s Maschseefest in Hannover. Treffen zwischen 18 und 19 Uhr bei Olaf. Gegen 18.30 Uhr schlug ich bei Olaf mit dem Auto auf und wunderte mich über die grenzenlose Gastfreundschaft. Die Zufahrt zur Neverland-Ranch auf dem Dorf war verschlossen und gesichert. Hupen und Anrufen war zwecklos, ich musste also einbrechen. Nach einem ebenso energischen wie festen Druck auf den Klingelknopf öffnete sich ein Fenster und Olaf in Dessous schaute verschlafen nach unten. Mir schossen spontan zwei Sachen durch den Kopf:

  1. Warum habe ich meine Sonnenbrille zu Hause gelassen?
  2. Ich bin blind!

Einige Minuten später ging es dann ab zum StarDiner, einer guten Adresse, wenn man auf American Food steht. Nach einer „Pimp my Burger“-Aktion stand die Operation Dessert Storm auf dem Schlachtplan: Waffelsandwich mit Softeis. Wirklich lecker, für Olaf nur zu wenig. Ich stellte mich darauf ein, während der Kinovorstellung von einem dezenten aber energischen Magengrummeln unterhalten zu werden. Also weiter Richtung Programmkino, wo der wirklich gute Love Song für Bobby Long auf dem Programm stand. Bis auf die telefonierende Fatma rechts hinter mir auch wirklich ein tolles Erlebnis. Hätte das Ding noch einmal geklingelt, das doofe Handy wäre an der Wand zerschellt.

Den Bummel übers Maschseefest ließen wir ausfallen und landeten dann im Alex. Ein kleiner Cocktail entschädigt für so einiges. Danach packte uns noch die Leidenschaft nach Kultur und wir machten uns auf Richtung Steintor. Für Leute, die sich in Hannover nicht auskennen: Das Steintor ist das Epizentrum multikulturellem Zusammenseins. Den Begriff Puffmeile mag ich nicht wirklich. Zwischen den ganzen Eros-Centern und Thai-Massage-Salons haben sich auch einige kleine Clubs angesiedelt wie die Sansibar oder die Intensivstation. Macht alles einen recht runden Eindruck, zumal dort auch kein Eintritt genommen wird. Man muss auf jeden Fall aber in der Lage sein, auch mal die Augen und Ohren zu verschließen. Hier wird nämlich noch Tacheles geredet. Ist auf jeden Fall vorgemerkt für meinen nächsten Trip bei dem ich nicht fahren muss.

Rein wissenschaftliches Interesse ließ uns dann auch noch den Rest der Lokalitäten abchecken, man muss ja schließlich wissen, womit der einfache Mann von heute so seine Zeit vertreibt. Ich möchte klarstellen, dass mir das Setting zuwider war, aber im Dienste der Forschung muss man auch mal dahin gehen, wo es weh tut. Also alles in allem ein runder Abend.

Ein Kommentar zu “Operation Dessert Storm

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