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Tool Time

Ich hatte ja versprochen, die lange Story von der Renovierungsaktion bei Linny nachzureichen. Gerade habe ich etwas Zeit, insofern ist eine gute Gelegenheit dazu.

Alles fing mit der verhängnisvollen Frage an, was ich denn am vergangenen Dienstag vorhätte. Naiv Wahrheitsgemäß antworte ich, dass ich Zeit hätte und schon war das Kind in den Brunnen gefallen. Ausgerechnet ich, handwerklich mit zwei linken Händen ausgestattet, sollte mich als Pinsel quälender Avenzio-Konkurrent in der neuen Wohnung von Linny versuchen. Sicherheitshalber verpflichtet sie aber auch gleich noch Matti, Olaf und Sascha. Nicht, dass sie in eine Fabrikhalle ziehen würde, aber vier Chaoten sind effektiver als einer.

Gute Laune zum Start

Als Olaf und ich schon leicht verspätet mit einem schlechten Gewissen aufschlugen, war Linny gerade erst aufgestanden. 14 Uhr ist dafür auch eine gute Zeit, da hat der Bäcker die Brötchen mit Sicherheit schon fertig. Also ab in die 50 Meter vom Elternhaus entfernte Wohnung. Es war für alles gesorgt. Getränke waren genug da, dummerweise auch Arbeitsmaterial. Meine letzte Hoffnungsfunken, dass es vielleicht doch ein chilliger Nachmittag werden könnte, wurden brutal ausgetreten. Also teilten wir die Arbeit auf. Matti drückten wir für die Fußleisten eine Leiter in die Hand, der ist schließlich nicht der Größte, Sascha übernahm die feinen Ecken und Olaf und ich erledigten das Grobe und machten die großen Flächen.

Olaf und Olly in Action

Mit der Arbeit ist das so eine Sache. Die kann ganz schön trocken sein, nicht jedoch, wenn man mit den richtigen Leuten ans Werk geht. Während Matti immer noch unter dem Heizkörper stand lag und sich seinen Fußleisten widmete, legten Olaf und ich den ersten Tanz an der Stange vor, passend zu den selbst gesungenen (!) Lyrics von „I see you baby“. Die Nummer war mehr als nur heiß, ich behaupte einfach mal, dass wir das noch besser als Streichen können. Mit der Zeit zogen wir auch immer mehr das Interesse der Nachbarn auf uns, ich bin mir nicht sicher, ob es mit der kleinen Peformance am Fenster zu tun hat.

Fenster-Session

Zwischendurch ließen sich alle Generationen der Familie zum Check blicken. Nachdem die Arbeit erledigt war, gab es von Mama Linny auch noch leckere Spaghetti und Bier und es wurde noch ein wenig geplaudert. Darüber, wie viel Spaghetti wohl in Olaf passen, warum Matti so klein ist wie er nun mal ist, wem ich alles ähnlich sehe und warum Sascha laufend am Telefonieren war. Sehr charmant war die erneute Einladung zum Essen sowie die Einladung zur Einweihungsfeier. Aber da sind ja auch noch ein paar Umzugskisten zu tragen. Alles in allem eine aberkomische Aktion, die absolut spontan ins Leben gerufen wurde.

Fertig!

Ein Kommentar zu “Tool Time

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