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11:14

11:14 lief bereits 2003 auf dem Fantasy Filmfest und gilt seit dem als Insider-Tipp. Der Film hat in Deutschland immer noch nicht seinen Weg ins Kino gefunden. Der bisherige Verleih ging insolvent, der neue Verleiher will nach dem Oscar-Gewinn von Hillary Swank 11:14 doch noch ins Kino bringen, Anfang September 2005 soll es endlich so weit sein und das wäre auch gut so.

11:14 erzählt uns fünf kleine Geschichte, die abgedrehter kaum sein könnten. Gemeinsam haben die Geschichten den Handlungsort Middleton und die Uhrzeit, denn alles passiert um 11:14. Alles beginnt mit einem vermeintlichen Wildunfall, der sich jedoch schnell als etwas völlig anderes entpuppt und so nimmt das verhängnisvolle Schicksal für alle Beteiligten seinen Lauf. Was zunächst etwas wirr wirkt, klärt sich durch die anderen Geschichten auf und ergibt einen freien Blick auf das große Ganze. Jede unserer Handlungen hat Auswirkungen auf andere Personen und unsere Zukunft. Und so ertappt man sich im Film auch oft mit der Frage, wie es wohl weiter gegangen wäre, wenn eben jemand zuvor völlig anders gehandelt hätte.

Was als einfache Spritztour anfängt endet mit dem ebenso verhängnisvollen wie schmerzhaften Verlust der Männlichkeit.

11:14 ist ein Film voll mit schwarzem Humor. Was als einfache Spritztour anfängt endet mit dem ebenso verhängnisvollen wie schmerzhaften Verlust der Männlichkeit. Die schnelle Nummer auf dem Friedhof beschert einen unvergesslichen Höhepunkt und Hunde fressen wirklich alles und hören auf niemanden, schon gar nicht auf das Herrchen. Die Dialoge sind klasse und witzig. Allein die Szenen im Supermarkt zwischen Hillary Swank und dem vermeintlichen Räuber sind herrlich. Wer in 11: 14 nichts zu lachen hat, geht dafür zu Hause vermutlich auch in den Keller.

Die Besetzung ist für eine derartig kleine Produktion extrem gut. Hillary Swank durfte nie hässlicher sein, Patrick Swayze hat als besorgter Vater ein lustiges Comeback und Rachael Leigh Cook darf das sein, was sie am besten kann: sexy. In weiteren Nebenrollen sind Ben Foster, Colin Hanks und Henry Thomas zu sehen. Regisseur Greg Marcks hat es geschafft, den Erzählstil von Pulp Fiction mit Elementen aus 21 Gramm und Butterfly Effect.

Fazit: Extrem unterhaltsamer Episodenfilm mit einer großen Portion schwarzem Humor und toller Besetzung:

Rating:

★★★★★★★★☆☆

2 Kommentare zu “11:14

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