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House of Wax

House of Wax

Ich hab es wieder getan, dabei wollte ich für den Rest des Jahres eigentlich einen großen Bogen um Horrorfilme generell und Horror-Remakes im Speziellen machen. Der Grund war einfach, dass ich aus einer Laune heraus einfach mal wieder Lust auf einen Horror-Streifen hatte und mich gruseln lassen wollte. Also Erwartungen mal runterschrauben in den negativen Bereich, Gehirn an der Kasse abgeben und rein ins Vergnügen.

Achtung Überraschung. Eine Gruppe ebenso notgeiler wie dummer Teenager ist mit dem Auto unterwegs zu einem meilenweit entfernten Football-Match. Eine vermeintliche Abkürzung führt sie mitten durchs Nirgendwo und in der Nacht beschließt die Gruppe zu campen. Es gibt nicht nur Streit in der Gruppe, ein seltsamer Trucker sorgt für einen großen Schrecken. Am nächsten Morgen entdecken sie einen kaputten Keilriemen, was sie in die nächst gelegene Stadt führt. Doch diese Kleinstadt Ambrose ist irgendwie merkwürdig verlassen und beheimatet eine echte Attraktion: Ein Haus komplett aus Wachs. Doch das ist nicht das einzige Geheimnis des Ortes, denn ein Killer treibt dort sein Unwesen. Was wie ein harmloser Ausflug begann entpuppt sich als brutaler Kampf ums Überleben.

Wer Scream kennt, wird seine helle Freude an House of Wax haben. Die sechs Twens machen wirklich alle Fehler, die man nur machen kann, wenn man sein Leben vor einem Killer retten will. Das fängt dabei an, in der Not in ein Auto zu steigen, nur mal kurz nach dem Rechten schauen zu wollen, oder in unheimliche Häuser zu schleichen und zu fragen „Hallo? Ist da wer?“. Hätten die sechs doch nur Freitag der 13. oder Texas Chainsam Massacre gesehen, sie hätten sicher ein Deja Vu gehabt. Allein schon der Ort Amrbose sieht so aus, als hätte Disney für einen seiner Freizeitparks ein „Texas Chainsam Massacre Adventure“ entworfen.

Die sechs präsentieren offenbar das unter Ende der amerikanischen Bildungsschicht.

Aber egal, niemand hat von diesem Film ernsthaft ein ausgefeiltes Drehbuch oder eine überragende Story erwartet. Es werden alle Klischees eines Horrorfilms erfüllt. Überrascht hat mich, dass man sich relativ viel Zeit ließ für die Einführung der Charaktere und so für etwas Spannungsaufbau sorgt. Etwas nervend dabei die doofen Dialoge. Die sechs präsentieren offenbar das unter Ende der amerikanischen Bildungsschicht. Die ersten Szenen in Trudys House of Wax sorgen dann für gepflegte Gänsehaut. Danach erwartet uns das übliche Spiel der 10 kleinen Negerlein und das fällt hier ziemlich brutal aus. Mit Blur wurde nicht gegeizt und zart Besaitete werden das Gesicht zur Seite drehen.

Mir ist übrigens unklar, warum ganz Amerika auf Paris Hilton bei ihrer ersten Filmrolle so eindrischt, sie ist nicht schlechter oder besser als der Rest der jungen Akteure. Es musste vermutlich sein, dass Miss Hilton vor ihren Ableben noch kurz hektisch in roter Unterwäsche durchs Bild hetzen darf. Als weiteres bekanntes Gesicht sehen wir Elisha Cuthbert aus 24, die sich hier wacker als Hauptfigur schlägt. Die Zeichen stehen offenbar gut für einen zweiten Teil, zumindest schreit das Ende geradezu danach. Letztlich war der Film aber deutlich besser, als von mir erwartet.

Fazit: Solider Splatter-Schocker streng nach Handbuch.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

2 Kommentare zu “House of Wax

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