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Grand Theft Auto: San Andreas

GTA San Andreas

Ich bin ein wenig gelangweilt von der bunten Welt der Computerspiele. Vielleicht liegt das daran, dass ich beruflich zu viel damit zu tun habe, oder eben daran, dass ich älter werde und gleichzeitig schon so ziemlich alles an Spielen gesehen habe. Ein besonderer Reiz von Computerspielen war für mich immer, ständig etwas Neues entdecken zu können. Spiele heute ist eher schneller Konsum oder richtige Arbeit. Dabei möchte ich abends, wenn ich denn mal spiele, Spaß haben, mich entspannen und vielleicht ein wenig die Sorgen des Alltages loswerden. Warum ich das schreibe? Nun mit GTA San Andreas klappt genau das wieder.

Dabei ist der Spielinhalt doch zumindest moralisch fragwürdig. Als kleiner Gangster hangelt man sich von Auftrag zu Auftrag, verdient sich so Kohle und Respekt im Hood. Soweit so gut und auch nicht wirklich etwas Neues. Was GTA so besonders macht ist, dass man quasi eine eigene kleine Welt geliefert bekommt, in die man eintauchen kann. Man kann endlich mal die kleine Drecksau sein und so richtig seine böse Seite rauslassen. Dabei habe ich als Spieler die Entscheidung, was ich als nächstes tue. Ich muss dem eigentlichen Handlungsstrang nicht folgen, wenn ich keine Lust dazu habe. Ich kann auch einfach mit einem Auto durch die Stadt cruisen, mir einen Krankenwagen klauen und Krankenfahrten machen oder die vielen kleinen Geheimnisse und Eastereggs aufspüren. Es ist auf jeden Fall meine Entscheidung und genau diese Freiheit liebe ich.

Was GTA so besonders macht ist, dass man quasi eine eigene kleine Welt geliefert bekommt, in die man eintauchen kann.

Zeitlich ist das Spiel in den 90ern angesiedelt. Der 80er Jahre Rahmen des Vorgängers Vice City hat mir persönlich ein Stück weit mehr zugesagt, aber ich kann auch mit dem Gangsta-Szenario etwas anfangen. Der Soundtrack des Spiels ist wieder sehr gut ausgesucht. Insgesamt zehn Radio-Stationen plus einen Talk-Show-Sender stehen im Spiel zu Wahl. Dabei reicht die Palette von Hip-Hop über Reggae und Alternative bis hin zu Rock. Insbesondere Radio Los Santos mit Rap-Highlights von Dr. Dre, NWA, Ice Cube, Da Lench Mob und 2Pac hat es mir angetan, die Songs hörte ich als ich 17 war. Trotz der fiktiven Städtenamen ist sofort klar, wo man sich befindet. Los Santos entspricht Los Angeles, San Fierro ist das Ebenbild von San Francisco und Las Venturas ist die glitzernde Kopie von Las Vegas.

Überrascht war ich auch von der sehr schicken Verpackung. Der Pappschuber beheimatet einen wirklich dicken (ca. 80 Seiten) Hardcover-Reiseführer und einen faltbaren Stadtplan. So etwas habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen und ist wirklich eine tolle Überraschung. Auch wenn das Spiel nur leichte grafische Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger bietet, das Spielgefühl ist immer noch das Alte und zieht wieder in seinen Bann. Zumindest mich und das ist die Hauptsache.

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3 Kommentare zu “Grand Theft Auto: San Andreas

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