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If Only

If Only

If Only… Ja wenn ich nur einen anderen Film gesehen hätte, dann wäre mir an diesem Mittwoch einiges erspart geblieben. Das dachte sich der Verleih wohl auch und bringt den Film nun nicht ins Kino, sondern direkt auf DVD. If Only ist eine romantische Komödie, ein wenig im Stile von Und täglich grüßt das Murmeltier.

Die junge amerikanische Musikstudentin und engagierte Songschreiberin Samantha (Jennifer Love Hewitt) lebt mit ihrem Freund Ian (Paul Nicholls) in London. Doch Ian ist so in seinem Job eingespannt, dass er Samantha zu wenig Aufmerksamkeit entgegen bringt. Das Leben kann manchmal gnadenlos sein und so schlägt das Schicksal gleich erbarmungslos zu und bestraft Ian auf das Härteste. Hat er eine Chance, seine Fehler wieder gut zu machen?

Ich mag romantische Filme. Ich liebe es, wenn sich zwei Charaktere langsam nähern, die vielleicht auf den ersten Blick gar nicht zusammen passen. Ich mag die Dialoge, die teilweise so extrem einprägsam sind. Das sind Sätze, die man auch lange Zeit später nicht vergisst. Dumm nur, dass If Only nichts davon hatte. Die Dialoge sind teilweise so weichgespült, dass ich schon ängstlich nach vorne schaute, ob nicht Lenor Aprilfrisch an der Leinwand herunter läuft. Zudem war meistens vorher klar, was als nächstes passiert oder gesagt wird. Das ist schade, denn die eigentliche Idee und vor allem die Botschaft des Films finde ich durchaus interessant.

Wie man sich so dumm wie Ian verhalten kann, wird mir ein Rätsel bleiben.

Bei Jennifer Love Hewitt hatte ich gleich Bedenken. Der Nachteil bei solchen Multitalenten ist, dass sie zwar alles können, aber eben nichts wirklich richtig gut. Das merkt man der jungen Dame auch an und die schrecklichste und zugleich peinlichste Szene ist die, wo sie in die Konferenz ihres Freundes reinplatzt und dort rumstammelt. Wobei ehrlich gesagt hat er es ja auch nicht besser verdient. Wie man sich so dumm wie Ian verhalten kann, wird mir ein Rätsel bleiben. Die beiden wirken zumindest in der ersten Filmhälfte auf mich nicht wie ein Paar.

Die zweite Hälfte ist dann unerträglich kitschig. Nichts gegen emotionale Dialoge, aber das hier sind leere Hülsen, die einfach so verpuffen und keinerlei Wirkung auf mich als Zuschauer hinterlassen. Kein Vergleich zu Filmen wie Tatsächlich Liebe oder Notting Hill zum Beispiel. Das Ende, welches ich nicht verraten möchte, hat für mich einiges wieder gut gemacht, denn die Botschaft, dass man den Tag bzw. Moment nutzen sollte, hat mir gut gefallen. Vielleicht sollte man diese Message seinen Zuschauern nur nicht mit dem Vorschlaghammer eintrichtern. Das kann Regisseur Gil Junger deutlich besser, wie er in 10 Dinge, die ich an dir hasse gezeigt hat.

Fazit: Blasse Romantikkomödie mit blassen Darstellern, die eine farbenfrohe Botschaft vermittelt.

Note: 4

2 Kommentare zu “If Only

  1. Büdde kein ding aber ist es nicht der Banner bzw den banner.

    Oder ist es der Ketschup oder das Ketschup genauso wie ein Milchshake oder eines Milchshake??

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