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Ein Ferpektes Verbrechen (Crimen Ferpecto)

Das Ferpekte Verbrechen (Crimen Ferpecto)

Ich liebe die wöchentliche Sneak Preview, da ich dort schon oft auf Filme aufmerksam gemacht wurde, die ich sonst vermutlich nie gesehen hätte. Das Ferpekte Verbrechen gehört sicher zu dieser Kategorie. Eine bitterböse schwarze Komödie, die in Spanien und Italien von Álex de la Iglesia gedreht wurde.

Playboy Rafael (Guillermo Toledo) ist Leiter der Damenmoden-Abteilung in einem Kaufhaus. Er gilt als bester Verkäufer aller Zeiten, kommt bei den weiblichen Kollegen gut an und versprüht seinen Charme wie die Putzfrauen ihr Raumspray. Sein Widersacher imJob ist der Toupe-tragende Don Antonio (Luis Varela), der die Herrenmoden-Abteilung leitet. Beide streiten sich um den vakanten Chef-Posten. Als Don Antonio den Job bekommt, kommt es unweigerlich zum Streit. Als Folge davon verliert Rafael die Nerven und Don Antonio sein Leben. Beobachtet wird alles von der sexuell frustrierten und vom Leben enttäuschten Lourdes (Mónica Cervera), die heimlich ein Auge auf den unerreichbaren Rafael geworfen hat. Nun hat sie ein Druckmittel, um Rafael an ihre Seite und ins Bett zu bekommen. Für Rafael ist dies der Anfang vom Ende, es hilft nur das ferpekte Verbrechen.

De la Iglesia hat ein gutes Gespür bei der Besetzung gehabt.

Das ferpekte Verbrechen beginnt großartig, hält das Niveua eine recht lange Zeit und beginnt dann abrupt an Qualität zu verlieren. Zugegeben, der Anfang ist skurril, absurd komisch und reißt einfach mit. Mir hat das Geringe um die Kunden, das coole Auftreten von Rafael und die merkwürdigen Charaktere sehr gut gefallen. Die Erzählweise von de la Iglesia ist erfrischen und anders. Umso bedauerlicher, dass dies Niveua nicht gehalten wird. Ab dem Punkt, wo Lourdes die Kontrolle über Rafael hat, verliert der Film an Fahrt und Witz. Es wird alles etwas langatmiger und zäher und man ist versucht Rafael zu helfen und Lourdes endlich den Gnadenstoß zu geben.

De la Iglesia hat ein gutes Gespür bei der Besetzung gehabt. Die Figuren sind stark überzeichnet. Wenn eine Frau hässlich ist, dann hat sie eben eine riesige Nase, eine schlimme Frisur und Glubschaugen. Kurzum: Es stimmt einfach gar nichts an ihr. So leidet man mit Rafael und das ist letztlich auch der böse schwarze Humor, der hier so schön gezeigt wird. Der Film ist wirklich böse und wer auf diese Art Humor steht, wird viel zu lachen haben. Ich war positiv überrascht, denn ich hatte dies wirklich nicht erwartet.

Fazit: Bitterböse, rabenschwarze Komödie. Zum Anfang bravourös, leider wird die Qualität nicht bis zum Ende gehalten.

Rating:

★★★★★★★☆☆☆

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