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Tanz in den Mai

Am Samstag war Tanz in den Mai und ich denke immer noch mit einem kleinen Schaudern an diese Veranstaltung zurück. Das war einer dieser Momente, wo mir wieder bewusst wurde, dass ich schon etwas älter bin. Das Ganze nannte sich Tanz auf der Tenne und ist neben Rock am Futtersilo (so etwas wie Woodstock für die hippe Landjugend) der wichtigste Event im Jahr für die Landbevölkerung. Einem Drittel der Leute dort hätte ich nicht mal mit Ausweis geglaubt, dass sie älter als 18 Jahre alt sind. Ein weiteres Drittel konnte sich zwar als über 18 ausweisen, erweckte aber nicht den Eindruck, es auch wirklich zu sein. Erstaunlich fand ich, dass heute offenbar jeder sofort mit Kippe im Maul rum rennt, der gerade mal ein zweistelliges Alter erreich hat. Noch mehr haben mich die maximal vierzehnjährigen Mädels erschreckt, die hochschwanger durch die Steppe pilgerten. Am Eingang hatte ich eigentlich noch eine Gebiss-Kontrolle erwartet, wie das auf dem Land eben so üblich ist. Die Live-Band war vergleichsweise gut und spielte alte und neue Hits nach. Die Getränke waren sehr billig, Bier und sonstige Getränke für ein Euro. Sehr fein, nur ärgerlich, wenn man ausgerechnet der Fahrer ist. Tapfer hielt ich bis nach zwei Uhr durch, dank nettem Freundeskreis war es dann auch besser, als es hier jetzt zum Ausdruck kommt.

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