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Basta – Rotwein oder Totsein (c(r)ook)

Basta – Rotwein oder Totsein (c(r)ook)

Nachdem ich in der Sneak mit Silentium bereits dieses Jahr einen Film gesehen habe, den ich sonst wohl nicht geschaut hatte, ging es mir mit Basta erneut so. Es handelt sich dabei um eine deutsch-österreichische Co-Produktion mit Schauspielern, die in beiden Ländern sehr beliebt sind, wie zum Beispiel Moritz Bleibtreu und Josef Hader. Regie führte der Oscarprämierte Pepe Danquart, dem man seine Koch-Passion bei diesem Film ansieht.

Der Gangster Oskar Broschnin (Henry Hübchen) hat noch einen letzten Job zu erledigen, nachdem er wieder aus dem Knast raus ist. Danach will er sich nämlich dem Kochen widmen. Denn seine Freundin und gleichzeitig ehemalige Therapeutin Maria (Corinna Harfouch) hilft ihn auf den Pfad der Tugend zu kommen. Für einen Mafiaboss soll er den Barbesitzer Leo (Paulus Manker) umlegen. Flankiert wird er dabei von den beiden Schlägern Valentin (Moritz Bleibtreu) und Belmondo (Roland Düringer). In helle Aufregung gerät der Untergrund, als alle vom bald erscheinenden Buch Oskars mit dem viel versprechenden Titel „Secréts“ Wind bekommen. Hat er etwa die Kollegen verraten? Das Drama beginnt seinen Lauf zu nehmen.

Aber mit der Zeit entpuppt sich dann doch die durchaus vorhandene Qualität dieses Streifens.

Ich tat mir zunächst schwer mit diesem Film, wie ich es gerne mit Filmen aus dem deutschsprachigen Raum habe. Aber mit der Zeit entpuppt sich dann doch die durchaus vorhandene Qualität dieses Streifens. Rabenschwarzer Humor, gut getimte, witzige Dialoge sowie skurrile Charaktere bringen dann doch viel Spaß in diese völlig andere Mafia-Satire. Mein persönliches Highlight war Handlanger Belmondo, der einfach die perfekte Mischung aus Wiener Schmäh, brutaler Gewalt und grenzdebiler Verhaltensgestörtheit auf die Leinwand bringt.

Generell ist der Film sehr gut besetzt. Josef Hader gefiel mir in Silentium schon extrem gut, Moritz Bleibtreu ist eine sichere Bank und auch die anderen Rollen sind extrem passend besetzt worden. Das macht auch den gewissen Reiz des Films aus. Es macht einfach Spaß, den unterschiedlichen Typen im Verlauf der durchaus witzigen Handlung zu folgen. Der Gipfel ist dann auch das vor schwarzem Humor überlaufende Ende des Films. So absurd und gleichsam komisch geht es selten zu.

Richtig gestört hat mich der wirklich dröge Anfang. Den Verleih des Films sollte man für den deutschen Titel eigentlich einen Boykott des Films reindrücken, aber dann würde man eine wirklich witzige deutsche Produktion verpassen.

Fazit: Rabenschwarze Mafia-Satire mit guter Besetzung und viel Humor.

Rating:

★★★★★☆☆☆☆☆

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