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Die Jugend von heute

Als ich heute Abend kochen wollte, bemerkte ich, dass keine Eier mehr im Kühlschrank waren. Diese waren für das Gericht meiner Wahl jedoch unbedingt nötig und so startete ich meine Überlegungen, ob ich noch schnell einkaufen sollte oder eben bei Nachbarn durchrufe. Einen Wimpernschlag später hatte ich das Telefon in der Hand und die Tochter der Nachbarn am Ohr. Die netten Leute hatten nicht nur vier Eier für mich, nein, die Tochter brachte sich auch sofort rüber, das nenne ich Service. Ich überlege ernsthaft, das Einkaufen zukünftig gleich sein zu lassen.

Die Kleine (13 Jahre) blieb noch eine Weile auf eine Limo, während ich das Essen zubereitete. Ebenfalls in der Küche waren der Freund meiner Schwester und mein Vater. Nach dem Essen ging das Nachbarskind wieder, um mir umdrehend noch die Frage zuzuwerfen, warum ich nicht einfach unsere Eier fürs Essen genommen hätte. Im Kopf ließ ich noch mal die Augen durch den Kühlschrank gleiten und konnte keine Eier entdecken. Als ich gerade verteidigend erklärt hatte, dass wirklich keine Eier im Haus seien, meinte sie doch ebenso keck wie trocken: „Doch, ihr hatte sogar sechs!“ Sprach’s und verschwand mit einem schelmischen Grinsen, das sie eigentlich von mir haben könnte. Es gibt Momente, da bin sogar ich sprachlos.

5 Kommentare zu “Die Jugend von heute

  1. Wenn deine Schwester nicht gerade ihre Tage hat, könnten man auch sagen es wären 7 🙂
    Aber ansonsten, Hut ab vor der Rechenleistung! Und das sogar im Kopf!!!

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