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Hitch

Hitch

Nachdem ich den Trailer zu Hitch gesehen hatte, fragte ich mich, warum man sich diesen Film ansehen sollte. Man weiß sofort, wie der Film ausgeht und die besten Gags sind mal wieder im Trailer vorab zu bewundern. Und obendrein wird uns mal wieder das ewige Hollywood-Märchen erzählt. Dass die Liebe eben doch stärker ist, als alle Vorurteile und Vorbehalte und vermutlich das ist es auch, was uns immer wieder in diese Filme gehen lässt. Nämlich die große Traumwelt zu erleben, in der wir selbst eben doch nicht leben. Dort, wo der Underdog am Ende doch jubelt und David Goliath ein Bein stellen kann.

Alex „Hitch“ Hitchens (Will Smith) ist der „Date Doktor“. Er hilft in New York Singles auf die Sprünge, in dem er ihnen zeigt, wie der Traumpartner zu erobern und das erste Date erfolgreich zu überstehen ist. Seine Erfolgsquote ist einzigartig. Als er auf Albert (Kevin James) trifft, ahnt er, sein Meisterstück gefunden zu haben. Der trottelige Loser Albert hat sich in die attraktive Millionenerbin Allegra Cole (Amber Valletta) verliebt und Hitch soll ihm nun helfen. Hitch selbst hat es auch erwischt, seine Augen folgen nur noch Sara (Eva Mendes), einer gewieften Klatschreporterin, die dem Geheimnis von Hitch auf der Spur ist, ohne zu wissen, wer er wirklich ist. Während Albert erste Fortschritte macht, muss Hitch feststellen, dass bei Sara die eigenen Tricks nicht richtig funktionieren und er sich selbst wie seine besten Kunden anstellt.

Der Film ist immer dann am stärksten, wenn Will Smith und Kevin James gemeinsam im Bild sind.

Ohne Zweifel, Hitch gewinnt sicher keinen Originalitätspreis, funktioniert aber dennoch. Auch wenn mir von Anfang an klar war, dass es ein Happy End nach allen Regeln der Kunst geben wird, die Art und Weise, wie dies in Hitch erzählt wird, heben diesen Film dann doch von der breiten Masse ab. Dies liegt vor allen an den glänzend ausgesuchten Darstellern. Will Smith mit seinem spitzbübischen Lächeln hat die für in passende Rolle, Eva Mendes spielt exzellente die leicht durchtriebene Reporterin und Kevin James als Albert ist sowie der heimliche Star des Films. In King of Queens hatte er bereits reichlich sein Talent als Comedian bewiesen. Der Film ist immer dann am stärksten, wenn Will Smith und Kevin James gemeinsam im Bild sind. Das eigentliche Hauptpaar Will Smith und Eva Mendes ist zwar nett anzusehen, versprüht aber nie den Esprit und Charme klassischer Hollywood-Paare.

Die Story an sich hat zwar einige neue Aspekte parat, ist aber an sich ein alter Hut, funktioniert aber immer noch gut. Der eher unattraktive und gleichsam ungeschickte Loser angelt sich die Frau seiner Träume. Das Ganze wird vermutlich immer wieder gern verfilmt, weil es das ist, was die Leute bewegt. Weil es im echten Leben eben doch immer anders ist. Und genau dieser Verkauf von Träumen ist das, was Hollywood einst so groß und mächtig gemacht hat. Und wenn es wie hier so nett und sympathisch verkauft wird, dann lasse ich mir auch gerne das Geld aus den Taschen ziehen. Die lustigsten Szenen sind dann logischerweise auch die, wo Hitch Albert das Dating 1×1 beibringt und wenn Hitch verzweifelt versucht, das Herz von Sara zu erobern.

Mit fast zwei Stunden ist der Film dann auch ein wenig zu lang geraten, hin und wieder macht sich ein wenig Leerlauf breit. In den USA lief die Komödie extrem erfolgreich an, was zu einem großen Teil sicherlich der Verdienst von Zugpferd Will Smith ist, aber auch durchaus auf den Film zurück zu führen ist. Mir hat er gefallen, aber ich brauche auch immer mal wieder den Ausflug in diese Traumwelt.

Fazit: Herzliche, sympathische Dating-Komödie.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

9 Kommentare zu “Hitch

  1. Guten Morgen, hab gerade die Kritik gelesen. Frag mich immer wieder wie du das machst *g* Deine Argumentation hört sich immer so rund und treffend an. Doch wenn ich dann lese „wie in allen anderen Filmen“ und ja „wie solls auch anders sein mit Happy End“ und als Note nur eine 3+, dann kann ich nur sagen, gut, dass ich den Film schon gesehen hab, sonst hätte ich es mir jetzt noch mal sehr genau überlegt 😉 Weil was ist denn schon eine 3 (+) ? 🙂
    Und hey, sie haben das Happy End zumindest so lange hinausgezögert, bis es gar nicht mehr anders ging und die Tanzeinlage zum Schluss war einfach nur herrlich *g*
    Der Film ist zwar wirklich ein wenig lang gewesen, aber hab schon lange nicht mehr so viel im Kino gelacht und daher ist mir das gar nicht aufgefallen…

  2. Das mit den Schulnoten gefällt mir eigentlich gar nicht. Ich habe die Noten nur eingeführt, weil das in Cinemaxx-Forum so gewünscht wurde, denn ich denke, dass die Kritiken eigentlich für sich sprechen. Eine 3 gibt es für Filme, die mich gut unterhalten haben. Das würde ich so als grundsolide, unterhaltsame Kost bezeichnen. Filme mit einer 2 bleiben nachhaltig im Gedächtnis und eine 1 gibt es nur für die FIlme, die mich irgendwie besonders berührt haben und irgendwie herausragend sind. Dazu muss man dann auch immer wieder den Vergleich im Gerne haben und da gibt es einige bessere, die dann hier für eine 2 nicht reichen. Wer die Art Filme mag sollte sich Hitch anschauen.

  3. Ja Hitch war ein netter Film. Ich habe viel gelacht und mich amüsiert.
    Aber es blieb dieser Beigeschmack wie bei allen Schmacht filmen: Happy End gibt es nur im Film ! Trotzdem war er sehr unterhaltsam, und Will Smith ist einfach göttlich.

  4. Richtig gute Filme funktionieren auch ohne Happy End bzw. mit einem offenen Ende, das viel der Fantasie des Zuschauers über lässt, siehe zum Beispiel Before Sunset.

  5. Wer geht auch schon ins Kino, um sich Filme anzusehen die komplett die Realität widerspiegeln? Glaub ich wäre mit einem merkwüridgen Gefühl aus dem Kino gegangen, wenn der Film kein Happy End gehabt hätte 😉

  6. Pingback: Eva Mendes

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