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CeBIT extrem

Die weltgrößte Computermesse hat ja zurzeit wieder die Pforten für die Besucher geöffnet und da ich wie üblich von Kumpel Marc mit Freikarten bedacht wurde, war ein Besuch dieses Jahr natürlich wieder Pflicht, auch wenn es lange nicht mehr so interessant wie vielleicht noch vor zehn Jahren ist. Trotz starker Proteste von Kumpel Sharbe (Ich zitiere: „Da sind so viele Messe-Babes, da kannst du keine Frau mit hinnehmen!“), entschloss ich mich erstmals dazu, eine weibliche Begleitung mitzunehmen. Zumal Vorjahresbegleiter Olaf und Sharbe nicht konnten bzw. anderweitig verplant waren. Wenn also schon die Durchschnittsexperten nicht können, dann lieber klotzen statt kleckern und einfach die Kernkompetenz in Sachen IT verpflichten. So klemmte ich mir also Bekannte Freundin Ehefrau Adoptivschwester Jasmin unter den Arm und nach einem leckeren Frühstück waren wir dort, wo die geballte IT-Kompetenz dieses Planeten versammelt war. Es dürfte klar sein, dass wir da kaum fehlen durften. Auf meinem „Muss ich sehen“-Zettel standen Apple, Sony Ericsson (Nachfolger zum K700i), Barbara Schönebergers Hintern und die üblichen Verdächtigen wie Sony, Microsoft und Co. Auf Jasmins Zettel standen Präsente, Giveaways, Gimmicks und Geschenke. Wir hätten vielleicht einen Bollerwagen mitnehmen sollen, es hätte den Tag um Längen erleichtert.

Sehr interessant war die Präsentation von Microsoft zum virtuellen Haus. Klang so ein wenig wie frühere Science-Fiction-Filme. Das Haus kauft automatisch Vorräte nach, Licht, Heizung usw. kann man von unterwegs steuern. Alles sehr praktisch und interessant. Leider konnte uns der anwesende Mitarbeiter nicht mehr erklären, warum man sein Schlafzimmer unbedingt vernetzen sollte. Ich habe durchaus einige Netzwerktheorien fürs Schlafzimmer, da hier nach dem Sweety-Artikel aber auch Kinder mitlesen, verkneife ich mir dieses jetzt mal. Sehr cool fand ich den Nachfolger zu meinem Aktuellen Handy (Sony Ericsson K700i). War dort im edlen Schwarz zu sehen und macht einen hervorragenden Eindruck. Hier trafen wir übrigens dann auch Olaf mit seiner Truppe, die aber kurze Zeit später verlustig gingen, um dann kurze Zeit später wieder gefunden wurden, um sie dann gleich wieder zu verlieren. Ganz schön groß so eine Messe. Sabber an den Mundwinkeln hatte ich übrigens nicht beim Anblick von Barabara Schöneberger bei T-Mobile sondern beim Macintosh Dual-G5, der an zwei 30Zoll-Cinema-Display hing. So etwas will ich haben!

Besonders spaßig war natürlich die Jagd auf die kleinen Präsente. Highlight dabei der kleine Hüpfball in blau, den Konica Minolta zu verschenken hatte. Nachdem wir einige Zeit damit rum liefen wurde schnell klar, dass die Strategie der Firma aufging. Das freundliche Begrüßungs-Hallo wurde dann schnell ersetzt durch „Konica Minolta, Halle 1, Geduld mitbringen, die Schlange ist lang“. Man konnte nämlich keine zehn Meter gehen, ohne gefragt zu werden, wo man denn so ein Teil bekommen kann. Als nächstes bekam Jasmins ungeteilte Aufmerksamkeit ein schmuckes Kissen, das Eplus verteilte. Diese Kissen gab es in zwei Größen: Das große, das für einen ausgewachsenen Kopf ausreichend ist und ein kleines, dass eher als Ohrläppchenkissen zu bezeichnen ist. Man musste nur eine Karte frei rubbeln, die man beim Eintritt in die Eplus-Lounge bekam. Bei einem Plus auf der Rubbelfläche gab es das kleine, bei zweien das große Kissen. Ich muss nicht erwähnen, dass Jasmin es sich nicht nehmen ließ, zahlreiche Anläufe zu nehmen, um vielleicht doch noch das große zu bekommen. Als wir dann sechs kleine Kissen hatten und ich nicht mehr aussah wie ein Messebesucher sondern eher wie der Betreuer einer Kindergruppe, gab sie dann doch auf. Jedoch nicht ohne zu versuchen, Leuten mit einem großen Kissen zwei Kleine im Tausch anzubieten.

Zwischenzeitlich machte sich ein wenig Hunger breit. Jetzt heißt es entweder in den sauren Apfel beißen und die Mondpreise der CeBIT bezahlen oder Jasmin an die Front schicken. Auf die freundliche Anfrage bei DIVX Networks, ob es dort denn Salat gäbe, sah man sie erst merkwürdig an, um dann doch umzufallen und das leckere Salatbüffet für zwei Besucher zu öffnen. Nach einer kurzen Unterhaltung später, hielten wir Wunschsalat nebst Dressing und frischem Brot in den Händen. Man freute sich darüber, dass ich DIVX nicht nur kannte, sondern auch selbst benutze. So müssen sich Hilfsarbeiter in Somalia freuen, die bedürftigen Kindern Essen ausgeben. Der nette Mitarbeiter von denen quittierte mit einem „You See! We do this for our fans!“. Ja danke, war lecker. Als wir dann an einem Stand vorbei kamen, an dem eine spanische Handy-Games-Firma zu finden war, wünschte ich mir ein kleines Loch herbei, in das ich verschwinden könnte. Dort stand eine Karaffe Saft auf dem Tresen und ich ahnte, was folgen würde. Ich glaube für Jasmin war groß auf der Flasche ein „Trink mich!“ zu lesen und so begann die Verhandlungsphase. Man war nach zähem Ringen bereit, zwei Glas Saft gegen einen Konica-Hüpfball einzutauschen. Kein akzeptabler Preis, wenn man bedenkt, wie lange wir dafür anstehen mussten. Wir einigten uns darauf, dass der Standinhaber seine beiden Freunde auf den Hüpfbällen fotografieren dürfte, während wir den Saft leerten. Sehr nette Leute, es folgte ein interessantes Gespräch über Urlaub in Spanien und Ost- und Westküste der Vereinigten Staaten. Ach ja, die Firma hieß Beenic, wer mal ein Handy-Game braucht, die Leute sind sehr nett und deren Saft ist lecker.

Dann sollte eigentlich der Salat gegessen werden. Als wir uns nach einer geeigneten Sitzgelegenheit umsahen, fiel Jasmins Augemerk auf einen Volleyball aus dem Hause Samsung. Ich muss nicht erwähnen, dass der Samsung-Stand am anderen Ende des Messegeländes gelegen ist und Jasmins Hunger wie weggeblasen war. Nach einem zähen Fußmarsch und einer halben Stunde Zeit hielten wir je einen Volleyball in den Händen. Dumm war an dieser Stelle, dass wir am Stand einen der Hüpfbälle, die wir zuvor in den zähen Verhandlungen mit Beenic nicht herausgaben, vergessen haben. Während Jasmin sich in die lange Schlange bei O2 einreihte, wo es ein Radio geben sollte, stellte ich mich mal wieder in die Schlange bei Konica Minolta an. Mit ein bisschen Fantasie und scharfen Augen war vom Ende der Schlage auch durchaus das Konica Minolta Logo erkennbar. Noch bevor ich den Hüpfball in den Händen hielt, traf eine schwer deprimierte Jasmin ein, Klagelieder auf O2 anstimmend. Dort stellte man sich nicht etwa an, um ein Radio mitzunehmen, sondern um an einer Verlosung dafür teilzunehmen. Der aufmerksame Leser hat an dieser Stelle schon durchschaut, dass das Glück nicht hold war. Aber liebe Leute von O2, in dieser Angelegenheit werdet ihr noch von uns hören. So nicht! Wer Wind sät, wird Sturm erntet, ein entsprechendes Schreiben wird euch in den nächsten Tagen zugehen.

So ging ein erlebnisreicher, spaßiger Tag viel zu früh zu Ende. Es war sicherlich nicht der informativste CeBIT-Besuch aber sicherlich der lustigste. Also nächstes Jahr wieder. Auf jeden Fall!

beenic

11 Kommentare zu “CeBIT extrem

  1. Ich war noch nie auf der Cebit. Ihr scheint aber einen sehr lustigen Tag gehabt zu haben. Glaube mein Freund würde durchdrehen, wenn ich mich an jeder zweiten Schlange für irgendwelche Geschenke hätte anstellen wollen :)) Will auch so einen Hüpfball! *grins*

  2. Da drei Hüpfbälle für eine Kindergarten gruppe mit 25 Kindern nnicht ausreicvhen werde ich wohl keinen davon abgeben. Aber weitere Ballspenden für die gelbe Gruppe des Kindergartens Galgenberg nehme ich gern entgegen.

    Und der hübsche Pierre Geissensetter hat nur mir höchstpersönlich die technischen Highlights der Firma Sony erklärt !

    Und liebe Cebit Veranstalter und Aussteller: jetzt da ich Blut geleckt habe, werdet Ihr mich nächstes jahr wieder ertragen müssen. Haltet die Giveaways bereit. Auf jeden Fall.

  3. Also so kleinen süßen Quälgeistern will ich natürlich keinen Hüpfball wegnehmen 🙂 So sind zumindest ein paar beschäftigt und die anderen sind damit beschäftigt die Hüpfbälle den anderen wegzunehmen 😉

  4. Tja, sieht so aus als wäre ich raus aus der Geschichte. Weder meine letztjährige Anreise über Olly zur CeBit reichten zu einem EIntrag hier, noch wurde mir ein Versprechen für dieses Jahr gemacht … Nun gut, ich trage es mit Fassung, denn die CeBit gibt mir nichts!

  5. Ha, hab jetzt auch vier so kleine E-Pluskissen und war noch nicht mal da 🙂
    Und bekomme wahrscheinlich auch noch einen Volleyball und einen Fußball…tralala und ich muss dafür keinen Fuß auf das Messegelände setzen 😉

  6. hallo!
    ihr habt euren spaß gehabt im gegensatz zu mir.
    ich musste montag abend auf einer standparty arbeiten und ich sage
    dazu nur: im nächsten leben werde ich auch messegast und (möchte-gern)vip…
    denn rest kann sich jeder selbst denken…

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