Skip to main content

Lemony Snicket

Lemony Snicket

Was nun folgt ist wahrhaft eine Reihe wirklich betrüblicher Ereignisse. Die drei Baudelaire-Kinder Violet (Emily Browning), Klaus (Liam Aiken) und Sunny (Kara & Shelby Hoffman) verlieren bei einem Brand ihre Eltern. Der Anwalt und Vermögensverwalter Mr. Poe (Timothhy Spall) bringt die drei zum nächsten Anverwandten Graf Olaf (Jim Carey). Dieser ist ein hinterlistiger und oberfieser Zeitgenosse, der es nur auf das stattliche Familienerbe abgesehen hat. So versuch er natürlich bei jeder Gelegenheit den Kindern nach dem Leben zu trachten. Bei einem gescheitertem Versuch wird ihm das Sorgerecht wieder entzogen und die Kinder kommen zu weiteren Verwandten: dem seltsamen Schlangenforscher Onkel Monty (Billy Connolly) und später zur paranoiden Tante Josephine (Meryl Streep). Aber so schnell lässt sich Graf Olaf nicht ausstechen und so stellt er den dreien immer wieder nach.

Was als erstes an Lemony Snicket auffällt ist der coole Look, der fatal an Tim Burton erinnert. Es dominieren dunkle Töne und die Kulissen haben einen gewissen Gothic-Look. Wer Sleepy Hollow und Big Fish gesehen hat, wird sofort wissen, was ich damit meine. Das ist auch kein Zufall, denn wichtige Teile des Teams haben mit Burton zum Beispiel an Sleepy Hollow zusammen gearbeitet. Mir Brad Silberling wurde dann auch die zweitbeste Wahl für einen derartigen Film verpflichtet. Dieser hat mit Casper bereits bewiesen, dass er ein gutes Händchen für Kinderstories hat. Lemony Snicket ist eine in den USA sehr berühmte Kinderbuchreihe, für den Film orientierte man sich an den ersten drei kurzen Romanen. Das Ganze mutet ein wenig an wie eine böse Version von Harry Potter, denn die drei Kinder haben nicht nur wie der kleine Zauberer ihre Eltern auf tragische Weise verloren, sie verfügen auch alle drei über besondere Kräfte. Violet erinnert ein wenig an den cleveren Express-Erfinder McGyver, zumindest wenn sie ihre Haare hochsteckt. Klaus ist ein intelligenter Kopf und am ehesten mit einer wandelnden Bibliothek zu vergleichen und die kleine Sunny hat nicht nur kesse Sprüche auf den brabbelnden Lippen, sondern ein Mundwerk wir der seelige Beißer in den Bondfilmen.

Das ist sicherlich eine der schönsten Möglichkeiten für einen Komiker, zu zeigen was er drauf hat.

Eine der Hauptstützen des Films ist Jim Carey, der dem Grafen Olaf und zahlreichen anderen Charakteren Profil gibt. In Lemony Snicket darf sich Jim Carey dann auch mal wieder richtig austoben und so richtig schön überdrehen und man merkt richtig, wie viel Spaß er dabei hat. Das ist sicherlich eine der schönsten Möglichkeiten für einen Komiker, zu zeigen was er drauf hat. Und auch für Leute, die mit Jim Carey normal nichts anfangen können, dürfte Lemony Snicket nicht zu anstrengend werden. Die anderen Rollen, sei es die schrullige Tante oder der nette Mr. Poe, überall sind passende Schauspieler eingebaut worden. Auch die drei Kinder passen hervorragend und machen ihre Sache sehr gut. Aber großer Star des Filmes ist sicherlich Jim Carey und die Story macht es ihm dabei auch sehr leicht.

Als Kinderfilm im eigentlichen Sinne ist der Film meiner Meinung nach nur bedingt geeignet, da der Film dafür deutlich zu düster ist. Da sollte es dann doch besser die quietschfidele Elfe vom Anfang sein. Sehr schön auch der immer wieder auftauchende Erzähler aus dem Off, der nur als Schatten zu sehen ist und im Original von Jude Law verkörpert und gesprochen wird. Dies wird immer wieder geschickt als Stilmittel eingesetzt, den Film an gewissen Stellen zu unterbrechen, eine gute Idee wie ich finde. Mir hat der abgedrehte Humor jedenfalls sehr gut gefallen und wir werden auch wohl nicht lange auf einen zweiten Teil warten müssen, denn es gibt ja noch sehr viele Romane aus der gleichen Feder.

Fazit: Gleichsam amüsante wie düstere Kinderbuchverfilmung mit Jim Carey in Höchstform.

Rating:

★★★★★★★☆☆☆

2 Kommentare zu “Lemony Snicket

  1. Also ich weiß nicht. Hab den Film am Freitag gesehen und fand ihn von Anfang bis Ende total belanglos, öde, langweilig. Jim Carrey war klasse und die Kulissen sowieso. Aber der Film ansich hat mich irgendwie null mitgerissen. Von mir gäbe es eine 4.

Kommentar verfassen