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Heiligabend 2004 im Rückblick

So, das war also der Heiligabend 2004. Ich kann leider keine so gleichermaßen erquickende, lustige und auch traurige Geschichte wie Olaf beisteuern. Ein Fest der Familie ist es dann aber auch hier nicht geworden. Meine Schwester verbringt mit ihrem Freund und hat sich bereits vorgestern hier aus dem Staub gemacht. Meine Mutter ist vor ein paar Jahren leider verstorben, so blieb also nur mein Vater. Dieses Jahr hatten wir abgemacht, uns gegenseitig nichts zu schenken. Eigentlich machen wir das seit Jahren schon nicht mehr, dieses Jahr wurde sich aber auch erstmals daran gehalten. Schon irgendwie komisch, wenn die einzigen Geschenke, die vor einem liegen von Personen kommen, die man entweder aus dem Internet kennt oder für die man arbeitet. Es gab auch keinen Weihnachtsbaum oder ähnliches Schnick-Schnack, das einzige, was entfernt an Weihnachten erinnerte außer dem Datum ist meine Fensterdeko.

Den Tag habe ich zunächst mit Aufräumen verbracht und am Nachmittag mit einer ausgedehnten Runde Nordic Walking. Danach ein heißes Bad und dann das opulente Festmahl zubereitet. War wirklich lecker, auch wenn es nicht wie traditionell Würstchen mit Kartoffelsalat gab. Danach schaute ich mir noch mit meinem Vater Unterwegs nach Cold Mountain an. Und war genauso wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich heulte am Ende und mein Vater verließ mit dem Erscheinen der Credits fluchtartig das Wohnzimmer, da er unheimlich Druck auf der Blase hatte. So ist das immer, ich werde nie verstehen, warum er nicht zwischendurch mal geht. Man kann ja Pause drücken. Danach habe ich das nächste Festmahl für Morgen vorbereitet. Ich konnte mir vorher nicht ausmalen, wie lange es dauern kann, 600 g Gehacktes in sehr kleine Klöße zu formen. Nun sitze ich hier und spiel noch ein wenig rum und freue mich auf Morgen. Was Morgen sein wird? Das verrate ich euch vielleicht später.

3 Kommentare zu “Heiligabend 2004 im Rückblick

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