Skip to main content

The Legend of Evil Lake

The Legend of Evil Lake

Bereits vor einigen Tagen sah ich in der örtlichen Sneak Preview den sükoreanischen Cheonnyeon ho, der in Übersee unter den Namen The Legend of Evil Lake vermarktet wird und bereits auf dem diesjägrigen Fantasy Filmfest in Deutschland lief. Vorab muss ich dazu sagen, dass ich prinzipiell mit dieser Art Filmen nicht viel anfangen kann und in den letzten Tagen die kontroverse Diskussion zum Film im Forum des Kinos verfolgte. Insofern werde ich versuchen, etwas objektiver an die Sache heran zu gehen, sofern dies möglich ist.

Vor langer Zeit verbannte der Anführer des neu formierten Shilla-Königreiches die Macht eines bösen Zauberers in einem See. Gebannt wurde die Kraft durch ein magisches Schwert, das dort in den Boden gerammt wurde. So lange das Schwert an der Stelle steckt bleibt der böse Geist unter Kontrolle. Tausend Jahre später herrscht Aufruhr im Königreich Shilla, der General Biharang – ein großer Krieger – sorgt für Ruhe und Ordnung während seine große Liebe Ja woon-bi zu Hause wartet. Königin Ji-seong hat ebenfalls ein Auge auf den General geworfen. Böse Rivalen inszenieren den Mord an Ja woon-bi, damit Biharang glaubt, dass die Königin dahinter steckt. Auf der Flucht vor den Mördern greift Ja woon-bi zu dem alten Schwert und verteidigt sich. Fortan ist sie besessen vom bösen Geist, der Rache an der Königsfamilie nehmen will. Biharang glaubt weiter an das Gute in Ja woon-bi und versucht sie vom Bösen zu befreien.

Es gibt Action, Liebe, Dramatik und auch ein wenig Suspense, rein technisch gesehen ist der Film auch nicht schlechter als viele andere und die Darsteller machen ihren Job durchaus gut.

Für The Legend of Evil Lake wurden Elemente der Artus-Sage, eine klassische Dreiecksbeziehung und der Look von Crouching Tiger, Hidden Dragon zusammengesetzt. Heraus gekommen ist ein eher halbgarer Versuch mit einem ebenso großen wie unnötigen Splatterfaktor. Es werden zahlreiche Actionsequenzen geboten, die durchaus gut choreographiert sind. Wer keine Probleme damit hat, dass von Bösen besessene Figuren durch die Luft schweben in einem Film wird hier Gefallen finden. Mich nervte teilweise der unnötig hohe Brutalitätsfaktor. Abgetrennte Gliedmaßen und blut spuckende Opfer muss ich nicht unbedingt in einem Film sehen, wenn es für die Handlung nicht wirklich nötig ist.

Der Punkt warum dieser Film beim Publikum total floppte ist die Tatsache, dass er absolut abseits aller Hollywood-Konventionen gedreht wurde, wie so viele asiatische Produktionen. Es gibt Action, Liebe, Dramatik und auch ein wenig Suspense, rein technisch gesehen ist der Film auch nicht schlechter als viele andere und die Darsteller machen ihren Job durchaus gut. Allen voran hier Jun-ho Jeong als General Biharang und Hyo-jin Kim als Ja woon-bi. Sämtliche Sets wurden sehr gut ausgewählt, wie zum Beispiel die alten Gemäuer beim Exorzismus im letzten Drittel des Films. Der Soundtrack gefiel mir ebenfalls ziemlich gut. Der Film muss einfach mit dem Schicksal leben, welches zahlreiche andere Medien aus Fernost teilen: Sie sind einfach für einen anderen Markt gemacht und haben es in den westlichen Länden – abseits von einem kleinen Fankreis – einfach unheimlich schwer.

Fazit: Mythologisches Schwertkampfgeschichte für Fans.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

Ein Kommentar zu “The Legend of Evil Lake

Kommentar verfassen