Skip to main content

Ong-Bak

Ong-Bak

Ich habe früher gerne „Martial Arts“-Filme geschaut. Meist ist die Story zwar dünner als mein Haupthaar, die gut choreographierten Kämpfe entschädigen dann aber meistens für einiges. Ong-Bak ist ein neuer Streifen aus Thailand, der sich ein wenig an die „Drunken Master“-Reihe anlehnt. In seinem Heimatland ist Ong-Bak ein Kassenknüller gewesen, auch für den amerikanischen Markt wird ihm eine glänzende Zukunft vorhergesagt. Um das gleich vorweg zu nehmen: Mir ist schleierhaft warum, aber mich fragt ja leider niemand.

Ich sprach weiter oben von einer dünnen Story, die von Ong-Bak ist noch etwas dünner. Halt ein normaler „Martial Arts“-Streifen mit Bulimie. In einem Thai-Dorf wird der Kopf der dortigen Buddha-Statue (Ong-Bak) gestohlen. Das Ganze wurde gemacht, um bei einem Gangster-Boss Eindruck zu schinden. Der handkantengestählte Waise Ting wird ausgeschickt um den verlorenen Kopf wieder zu beschaffen. Sein Lehrmeister ist so was wie der Yoda aus Thailand und lehrte ihn das thailändische Jedi-Äquivalent namens „Muay Thai: Nine Body Weapons“. Das Ganze ist im Film noch deutlich lustiger als es hier klingt. So tingelt Ting los in die dunklen Straßen Bangkoks und versucht sich eher gezwungen in illegalen Straßenkämpfen. Natürlich nur, um den Schädel von Ong-Bak wieder zu bekommen.

Es gibt dann noch eine langweilige Verfolgungsjagd und ein bisschen unfreiwillig komisches Geschwafel.

Kommen wir zunächst zu den guten Aspekten, denn damit sind wir schneller fertig. Es gibt einige gut gemachte Kämpfe. Wenn ich mich in dieser Kritik auf die guten Momente beschränken sollte, dann würde jetzt das Fazit kommen und die Note. Doch ich möchte auch auf die eher schlechten Sachen eingehen. Die Synchro des Films ist eine Zumutung, genauso wie das eher schlechte Bild. Ich bin mir nicht sicher, ob das so gewollt ist oder anders einfach nicht ging. Auf die dünne Story bin ich bereits eingegangen, das könnte ich ja noch verzeihen. Der Film bietet einfach zu viele lange Passagen, in denen nichts passiert, was den Film weiter bringen oder mich unterhalten würde.

Der Ober-Gangster ist eine Witzfigur, wie man sie lächerlicher nicht darstellen könnte. Vor dem würde ich mich nicht fürchten, da hätte ich höchstens eine Portion Mitleid für über. Es gibt dann noch eine langweilige Verfolgungsjagd und ein bisschen unfreiwillig komisches Geschwafel. Letztlich ist man dann froh, wenn allen Gangstern kräftig die Unterhose über den Kopf gezogen wurde und Buddhas Schädel endlich wieder da ist wo er hingehört, damit die Mönche wieder richtig chillen können. Und als der Film dann endlich zu Ende war, konnte ich das nämlich auch wieder. Dann schau ich lieber noch mal Bloodsport an. Bei Van Damme weiß man wenigstens, dass man keine Schauspieler erwarten kann und der tritt den bösen Buben auch richtig kräftig in den Arsch und einen Spagat kann er auch. So.

Fazit: Ein Film, der besser am Thailänder Flughafen im Zoll stecken geblieben wäre.

Rating:

★★★★☆☆☆☆☆☆

2 Kommentare zu “Ong-Bak

Kommentar verfassen