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Guter Rutsch!

Nur noch ein paar Stunden und 2004 kann gelocht und abgeheftet werden. Ich überlege immer noch, unter welchem Buchstaben ich das Jahr denn einsortieren sollte. Unter N wie normal, unter a wie ausbaufähig oder vielleicht gar unter b für beschissen? Das komische am Jahresende ist ja, dass man bei seinem Rückblick sich vor allem an die schlechten Seiten erinnert und die schönen Momente etwas verblassen. Besonders dann, wenn es nicht unbedingt Highlights waren, sondern eher viele schöne kleine Momente. Aber in solchen Momenten kann ich hier das Archiv durchkramen und mich eben genau an diese Momente mit einem Lächeln erinnern. In solchen Momenten merke ich dann auch, wie gut die Idee war, mit diesem Weblog vor fast einem Jahr zu starten.

2004 war aber auch ein Jahr, das viele Schicksalsschläge für mich bereithielt, von denen ich hier auch nichts erzählt habe, weil es einfach zu persönlich wäre. Angesichts der Flutkatastrophe in Fernost kommen mir diese Ereignisse zwar eher banal vor, aber natürlich gibt es immer jemanden, dem es schlechter geht. Das macht die eigenen Sorgen und Probleme ja nicht gegenstandslos. Aber mit all diesem Kummer wächst man ja auch irgendwie und bezieht daraus Stärke. Manchmal frage ich mich jedoch, ob ich dadurch nicht irgendwie auch vernarbe und kühler werde.

Aber letztlich bin ich doch ein ziemlicher Optimist und so habe ich für mich hohe, aber durchaus realistische Ziele für 2005 gesetzt und dafür auch schon die Weichen gestellt.

Erschrocken hat mich ein wenig die Erkenntnis, dass ich zu depressiven Phasen neige, wenn mir irgendwas nicht so gutes passiert. Irgendwie bin ich dann auch sadistisch bzw. eher masochistisch veranlagt und mache es mir dann auch besonders schwer. Aber irgendwie war ich schon immer so. Wenn es mir gut geht, dann richtig und dann merkt das auch jeder sofort. Ist es anders, dann leide ich extrem und mache es mir selbst noch deutlich schlimmer. Irgendwie ja ein bisschen dämlich, zumal mir das selbst auch klar ist.

Aber letztlich bin ich doch ein ziemlicher Optimist und so habe ich für mich hohe, aber durchaus realistische Ziele für 2005 gesetzt und dafür auch schon die Weichen gestellt. Insofern schaue ich eher erwartungsvoll und zuversichtlich in Richtung 2005. Für heute wünsche ich euch allen natürlich viel Spaß und feiert schön. Für 2005 mögen eure Wünsche in Erfüllung gehen und euch Glück, Gesundheit und das was ihr sonst noch braucht um glücklich zu sein zur Seite stehen.

Magische Momente 2004

Kino ist mein Leben. Ich habe dieses Jahr mehr als 80 Filme allein im Kino gesehen, dazu zahllose DVDs genossen oder eben auch weniger. Es gibt Filme, bei denen bekommen ich in manchen Momenten eine Gänsehaut. Nicht weil mir kalt ist, sondern weil sie mich so berühren und mitnehmen. Auch 2004 gab es einige dieser Moment:

Mystic River:
Die Szene in der Sean Penn erkennen muss, dass seine Tochter tot ist. Wie er völlig außer sich und zefressen vom Zorn nur mit mehreren Personen zurück zu halten ist. Selten kam ein Schauspieler so echt und real rüber wie in diesem Moment. Und diese Szene funktioniert immer wieder. Ich möchte mir gar nicht ausmalen, wie die Szene wäre, wenn ich selbst Kinder hätte.

Unterwegs nach Cold Mountain:
Ja, es ist großer Kitsch, aber ich schäme mich nicht dafür. Natürlich das brutale Ende, bei dem Inman doch das Schicksal widerfährt, welches Ada im Brunnen gesehen hat. Meiner Meinung nach ganz großes zu unrecht nicht stark genug beachtetes Kino.

Fahrenheit 9/11:
Gleich am Anfang die Szene, bei der eigentlich nichts zu sehen ist und die eigene Fantasie den Schrecken auf die Leinwand bringen. Es reichen die aufgebrachten Stimmen und die Geräusche um die Türme wieder einstürzen zu sehen. Zu präsent sind die Szenen.

Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs:
Die Rede vor der finalen Schlacht. Ich kann mir nicht helfen, solche Szenen, die voller Pathos stecken lassen mich einfach nicht unberührt. Funktioniert hier nicht ganz so gut wie bei Braveheart, hat aber immer noch gereicht. Ebenfalls sehr mitgenommen hat mich die Szene mit Pippin, als er sein Lied für Denethor singt und einem sein Wahnsinn so brutal klar wird.

Before Sunset:
Allein der Trailer reicht aus für mich. Ansonsten ist der ganze Film voller kleiner, magischer Moment, die mich nicht unberührt ließen.

Der Untergang:
Die Szene in der Magda Göbbels ihre eigenen Kinder umbringt mit einer Eiseskälte, dass man sie beinahe im Kino spüren kann.

Lost in Translation:
Das Ende hat mir super gefallen und es ist im nachhinein genau das, was ich mir für diesen Film gewünscht habe.

Terminal:
Die aus dem Trailer bekannte Szene, bei der Catherine Zeta-Jones danach gefragt wird, warum sie denn ausgerechnet Viktor haben will, wo sie doch jeden anderen auch haben könnte.

Die ultimativen Tops und Flops

Als Medien-Junkie wird es Zeit für den obligatorischen Jahresrückblick. Was war gut, was wäre uns lieber erspart geblieben. Bei den Flops möchte ich anmerken, dass es nicht unbedingt das schlechteste sein muss, was mir da passiert ist. Mit Flop meine ich auch Sachen, von denen ich viel mehr erwartet hätte. Zum Beispiel sei hier Doom 3 für den PC erwähnt. Insgesamt zwar ein gutes Spiel, für mich aber eine Enttäuschung, da ich so viel mehr erwartet hatte. Ich weiß, dass einige Sachen schon älter sind, aber ich habe sie für mich erst dieses Jahr entdeckt oder bewusst wahrgenommen.

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Resümee 2004

So, fangen wir mal an mit der Rückschau auf das Jahr 2004. Ich denke es werden noch ein paar Tops und Flops, sowie weitere abschließende Kommentare folgen. Die Fragen habe ich bei Iris gesehen. Die gute Frau hat es aber auch von Sabine:

Zugenommen oder abgenommen?
Deutlich und sichtbar abgenommen.

Haare länger oder kürzer?
Kurz geblieben und weniger geworden.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Keine Änderung hoffe ich.

Mehr Kohle oder weniger?
Keine Änderung, ich komme immer noch klar.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mal mehr Mal weniger. Größte Anschaffung war das Auto.

Mehr bewegt oder weniger?
Deutlich mehr, was auch wirklich keine Kunst ist.

Der hirnrissigste Plan?
Ich fasse keine hirnrissen Pläne und wenn doch würde ich es hier nicht zugeben. OK, Ic3be4r hat mich gerade an etwas erinnert. Wir wollen in Hannover eine WG aufmachen und zwar im Zoo Hannover. Weil wir dann dicht beim Kanzler wohnen (der wohnt nicht im Zoo, sondern dich dabei). Wir wollen gleich neben das Seekuh-Gehege, damit Ic3 die immer schänden kann (kenne ja meine Pappenheimer!). Natürlich mit Standleitung! Wenn noch wer mit will, dann bitte melden.

Die gefährlichste Unternehmung?
Jeden Morgen das Aufstehen.

Der beste Sex?
Haha, natürlich der mit mir selbst, welcher auch sonst?

Die teuerste Anschaffung?
Mein Auto.

Das leckerste Essen?
Viele, die ich zubereitet habe. Ansonsten war meine Entdeckung des Jahres im kulinarischen Bereich Subways: schnell, lecker, nahrhaft.

Das beeindruckenste Buch?
Der Schwarm

Der ergreifendste Film?
Mystic River

Die beste CD?
Teenage Fanclub – 4766 Seconds (A Shortcut to Teenage Fanclub)

Das schönste Konzert?
Auf keinem gewesen.

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Schlafen.

Vorherrschendes Gefühl 2004?
Depression unterbrochen von emotionalen Luftsprüngen.

2004 zum ersten Mal getan?
Nordic Walking und Weight Watchers.

2004 nach langer Zeit wieder getan?
Sport getrieben

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Verzettelung in Sachen Liebe, meine Heuschnupfen wie jedes Jahr, den fiesen Hexenschuss (auch wenn der etwas Gutes hatte)

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Das es sich lohnt mich gern zu haben und sich zu ändern.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Das sollen andere beurteilen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mich zum Lachen bringen.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Ich hab dich lieb. Muss mich korrigieren, Sharbes „I love you“ toppt doch alles. Kommt immer via ICQ und anstelle des „love“ steht dort ein pulsierendes Herz. Kommt immer dann, wenn ich es brauche.

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Auch das sollen anderen entscheiden.

Die Erkenntnis des Jahres?
Ich sage es wie Forrest Gump: Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie was man kriegt.

2004 war mit 1 Wort…?
Ausbaufähig.

2005 wird?
Hoffentlich nicht schlechter als 2004.

Jersey Girl

Jersey Girl

Kevin Smith ist wieder da. Nach dem eher mäßigen Jay and Silent Bob strike back soll ausgerechnet das Hollywoos-Skandal-Pärchen Jennifer Lopez und Ben Affleck dem witzgewaltigen Regisseur zurück in die Spur des Erfolges helfen. So scheint es zumindest, wenn man die Credits in Augenschein nimmt. Tatsächlich handelt es sich bei Jersey Girl um eine herzerfrischende Familienkomödie mit viel Wortwitz und den sympathischsten Charakteren seit Langem.

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