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Bad Santa

Bad Santa

Im November eines jeden Jahres geht es los. Zahlreiche Weihnachtsfilme bemühen sich um die Gunst der Kinozuschauer. Dabei gibt es romatische Geschichten wie letztes Jahr den großartigen Tatsächlich Liebe oder immer wieder lustige Komödien. Bad Santa ist eine rabenschwarze, bissige Komödie, die einen Weihnachtsmann zeigt, der absolut nichts für Kinder ist.

Willie T. Stokes (Billy Bob Thornton) gibt in Bad Santa die Vorstellung des schlimmsten Weihnachtsmannes ab, der je eine Leinwand betreten durfte. Er säuft, flucht, hurt rum, ist ständig zu spät und abwesend und pöbelt obendrein auch noch die zu ihm auf schauenden Kindern an. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, raubt er an Weihnachten mit seinem kleinwüchsigen Freund (Tony Cox) das Kaufhaus aus, bei dem er zu der Zeit angestellt ist. Doch der aktuelle Coup stellt sich als deutlich schwieriger heraus als die Jahre zuvor. Zum einen ist da der clevere Kaufhausdetektiv (Bernie Mac) und eine gut aussehende junge Frau mit einem Weihnachtsmann-Fetisch, die Willie zu schaffen machen. Die Nervensäge in Person ist jedoch ein kleiner dicker Junge (Brett Kelly), der sich als bitterer Stalker entpuppt. Er glaubt an den Weihnachtsmann, auch wenn er die schlechteste mögliche Ausgabe vor Augen hat und ist dabei eine Mischung aus naiv und grenzdebil. Ob sich der böse Santa zum Guten wenden kann?

Wer ein bisschen frustriert ist angesichts des ganzen Vorweihnachtsstresses wird mit Bad Santa eine andere Sicht auf Weihnachten bekommen, eine rabenschwarze.

Der Film hat mich wirklich überrascht. Immer dann, wenn ich dachte zu wissen, was mich als nächstes erwartet, wurde ich wieder überrascht. Der hier zu sehende Weihnachtsmann ist so abartig eklig, dass sich einige im Kino weg gedreht haben. Er macht sich in die Hose, ist laufend voll bis in die Haarspitzen und hat ein Benehmen wie eine ausgehängte Saustalltür. Aber trotzdem ist er auf eine ganz besonders bizarre Art und Weise sympathisch. Völlig überspitzt bringt er zum Ausdruck, was viele Menschen nicht an Weihnachten mögen, auch wenn sie es vielleicht nicht offen sagen.

Wo in anderen Filmen zuckersüße Kinder zu sehen sind, gibt es hier wie den ganzen Film über das schockierende, stark überzeichnete Kontrastprogramm. Der kleine Junge ist fett, geistig nicht ganz auf der Höhe, fasziniert aber irgendwie durch seine verbohrte, naive, stets positive Sicht der Dinge. Er ist es, der dem sonst so abartigen Willie eine gewisse Menschlichkeit verleiht. Wir lachen im Kino darüber, wenn er erklärt wo seine Eltern sind. Er versteht es nicht, für uns ist sofort klar, was mit ihnen ist. Das macht einen Großteil des Humors aus, der diesen Film kennzeichnet.

Der Film ist durchweg gut besetzt. Billy Bob Thornton ist die Paradebesetzung für die Rolle des runtergekommenen Weihnachtsmannes. Bernie Mac ist eigentlich immer extrem cool anzusehen und die frivole Sue passt auch perfekt ins Bild. Der kleine Junge stiehlt allen fast ein klein wenig die Show. Ebenfalls sehr lustig die komatöse Oma und der verstorbene John Ritter in der Rolle des verzweifelten Santa-Chefs. Wer ein bisschen frustriert ist angesichts des ganzen Vorweihnachtsstresses wird mit Bad Santa eine andere Sicht auf Weihnachten bekommen, eine rabenschwarze. Und wer mit so einem Humor etwas anfangen kann, wird auf seine Kosten kommen.

Fazit: Rabenschwarze Weihnachtskomödie, die über weite Strecken wirklich gut unterhält.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

4 Kommentare zu “Bad Santa

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