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Alien vs Predator

Alen vs Predator

Mit Alien vs Predator kommt ein Film in die Kinos, auf den Fans lange warten mussten. Seit Ewigkeiten kursierten Gerüchte und Drehbücher im Internet und es keimte letztlich immer ein Funken Hoffnung, dass es doch noch zum Kinoshowdown der beiden Monsterfratzen kommen würde. Dummerweise sollte ausgerechnet Paul W. Anderson sowohl Drehbuch schreiben als auch Regie führen, der sich für solche Totalausfälle wie Soldier, Mortal Kombat und die höchstens mittelmäßigen Event Horizon und Resident Evil verantwortlich zeigt.

Die Weyland Corporation hat unter dem Eis der Arktis eine alte Pyramide entdeckt und schickt dorthin einen Forschertrupp unter der Führung der Expertin Alexa Woods (Sanaa Lathan). Schnell stellt die Truppe fest, dass mit der Pyramide etwas nicht stimmt. Sie geraten in den Kampf der intergalaktischen Superfratzen. Auf der einen Seite stehen die agilen Aliens auf der anderen die kampfstarken Predator. Einer nach dem anderen muss sein Leben lassen und die beiden außerirdischen Spezien bekriegen sich bis auf das Blut. Wer wird am Ende überleben?

Ab und an eine Alienfratze in Großaufnahme oder die coolen Dreadlocks der Predator täuschen mich nicht davor, hier einen eher trashigen B-Movie sehen zu müssen.

Ich mag beide Filmserien, doch beide haben einen entscheidenden Nachteil: Sie wurden beide mit jedem neuen Teil immer schlechter. Alien vs Predator setzt genau dies fort und markiert den vorläufigen Tiefpunkt beider Reihen und das offene Ende deutet daraufhin, dass die Skala nach unten offen sein wird. Dies ist umso ärgerlicher, da Mr. Anderson mit 65 Millionen US-Dollar doch ein recht beachtliches Budget zur Verfügung hatte. Der Film hat am Anfang seine Längen und es dauert eine halbe Ewigkeit, bis man endlich die Außerirdischen sehen kann. Und genau hier macht sich die größte Schwäche des Films bemerkbar. Beide Filmreihen zogen ihre Faszination aus der Angst des Zuschauers, aus schockierender, brutaler Gewalt. Und genau dies ist Alien vs Predator nicht mehr vorhanden. Der Film wurde auf eine Familientaugliche PG13-Freigabe in den USA geschnitten, was in Deutschland für eine FSK16-Freigabe sorgte.

Die für einen solchen Film dringend nötigen Effekte sind leider auch nicht auf dem aktuellen Stand. Anderson versucht dies mit einem ewig gleichen monoton-düsteren Anstrich zu übertünchen und lässt meist nur kurze Close Ups zu. Ab und an eine Alienfratze in Großaufnahme oder die coolen Dreadlocks der Predator täuschen mich nicht davor, hier einen eher trashigen B-Movie sehen zu müssen. Der finale Todesstoß für diesen Film ist das unsägliche Ende. Als wenn die Verbrüderung und das Abdriften zu einem Buddy-Movie nicht schon schlimm genug wäre, nein, die Alien-Queen muss auch noch als unaufhaltsamer Godzilla durch die Studio-Kulisse marschieren.

Auf die Frage, wenn denn nun letztlich gewinnt gibt es also nur eine richtige Antwort: Die Leute, die sich das Geld für die Kinokarte gespart haben und einen Bogen um den Film machen.

Fazit: Trashige Grabschändung einer kultigen Sci-Fi-Serie mit mittelmäßigen Effekten.

Rating:

★★★☆☆☆☆☆☆☆

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