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Die Bourne Verschwörung (Bourne Supremacy)

Die Bourne Verschwörung (Bourne Supremacy)

Jason Bourne ist wieder da. Nach dem sehr erfolgreichen ersten Teil war eine Fortsetzung nur eine Frage der Zeit. Im Gegensatz zu vielen anderen Fortsetzungen knüpft die Bourne Verschwörung wirklich nahtlos an den Vorgänger an. Jason Bourne (Matt Damon) und Marie (Franka Potente) leben zurück gezogen auf einer Insel im Indischen Ozean und gehen dem gesamten Spionage-Apparat aus dem Weg. Doch die Idylle hält natürlich nicht lang. In Berlin scheitert eine Übergabe, ein Agent stirbt und die Fingerabdrücke von Jason Bourne sind am Tatort. Das macht die FBI-Abteilungsleiterin Pamela Landy (Joan Allen) auf Jason aufmerksam. Sie durchwühlt die alten Akten. Als ein Killer in Indien auftaucht erwachen Jasons alte Instinkte und die Flucht beginnt. Aber dieses Mal steht nicht nur Jason sondern auch Marie im Fadenkreuz. Jason hatte seine ehemaligen Auftraggeber in Teil eins gewarnt, sie sollten ihn in Ruhe lassen. Da sie dies nicht tun, nimmt er die Verfolgung auf und dreht den Spieß um. Wer will Jason Bourne etwas anhängen und warum? Welche Rolle spielt Mr. Abbott (Brian Cox) aus Teil 1?

Highlights sind die abschließende Verfolgungsjagd in Moskau oder die Schlägerei zwischen zwei Agenten in München.

Die Bourne Verschwörung macht genau da weiter, vor der Vorgänger so erfolgreich aufgehört hat. Intelligente Action, handfeste Schlägereien und spektakuläre Verfolgungsjagden. Es wurde auf den heute leider üblichen Hollywood-Schnickschnack wie Zeitlupen und ähnliches verzichtet und so kommt der Agententhriller handwerklich eher klassisch und solide daher. Ein wenig störend wirken die teils übertrieben hektischen Schnitte und die teils arg verwackelte Handycam-Optik, die Dramatik vermitteln soll, aber zuweilen in Unübersichtlichkeit und Verwirrung abdriftet. Letztlich ist Jason Bourne aber glaubwürdiger als jeder James Bond. So kann man sich halbwegs die Arbeit eines Geheimagenten vorstellen, auch wenn es teilweise etwas übertrieben wird. Stark auch das eher unscheinbare Auftreten von Matt Damon, der in der einen Sekunde wie ein Autist wirkt und einen Augenblick später zwei bewaffnete Beamten unschädlich gemacht hat.

Wie frühere James-Bond-Filme gastiert die Bourne Verschwörung in Metropolen rund um den Globus: Goa (Indien), Neapel (Italien), New York und Washington (USA), München und Berlin (Deutschland) und im Finale dann Moskau (Russland). Dass der Film zu einem großen Teil in Deutschland spielt, macht einen besonderen Reiz für das heimische Publikum aus. Highlights sind die abschließende Verfolgungsjagd in Moskau oder die Schlägerei zwischen zwei Agenten in München. Insgesamt also eine sehr gute Fortsetzung, Regisseur Paul Greengas möchte ich trotzdem am liebsten in eine Loopingbahn setzen, bis er seine Innereien oral ausgeführt hat, denn teilweise war mir im Film dank der verwackelten Optik ähnlich schlecht.

Fazit: Gut gemachte Fortsetzung des Agententhrillers, der mit der teils verwackelten Optik wirklich nur einen schweren Malus hat.

Rating:

★★★★★★★☆☆☆

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