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Terminal

Terminal

Terminal ist einer der Filme, die man dieses Jahr gesehen haben sollte. Selten findet man einen Film, der einem so viel Wärme, Gefühl und Nächstenliebe entgegen bringt, ohne dabei auch nur eine Spur kitschig zu sein. Der liebenswerte Viktor Navorski (Tom Hanks) ist auf dem Weg in die USA, als sein Heimtland Krakozia in den Bürgerkrieg fällt und die dortige Regierung abgesetzt wird. Die neue Regierung wird nicht von den USA anerkannt und somit sind Viktors Papiere ungültig. Ihm wird die Einreise in die USA verwehrt, zurück darf er ohne gültige Papiere allerdings auch nicht. So tristet er ein Leben im Terminal, der internationalen Transitzone, die er nicht verlassen darf, bis der Fall geklärt ist. Was so unglaublich und phantastisch klingt beruht leider auf Tatsachen. Zurzeit hängt immer noch eine Person seit mehreren Jahren am Pariser Flughafen Charles de Gaulle fest.

Der Film wird getragen von einem Tom Hanks in Höchstform, zuletzt durfte er sich in Forrest Gump so austoben. Viktor Navorski ist ein naiver Mensch, der liebevoll und ehrlich die neue Welt entdeckt, in der er nun fest hängt. Er ist tollpatschig und erinnert zeiweise ein weni an die legendären Charlie Chaplin und Buster Keaton. Dieser Viktor ist ein Mann, den man sofort in sein Herz schließt. Schon nach wenigen Minuten, wenn er die schrecklichen Bilder aus seiner Heimat auf den diversen Fernsehern im Terminal sieht, leidet man Qualen mit ihm. Und die ganze Zeit sitzt ihm der besessene Dixon im Nacken. Dieser ist der angehende Leiter der Zollbehörde und Viktor der einzige „Schandfleck“ auf seiner ansonsten blütenweißen Weste. Und er versucht mit allen Mitteln Viktor aus seinem Terminal zu kriegen, damit sich eine andere Behörde um ihn kümmern kann. Viktor tut einem Leid, wenn er versucht Geld für Nahrung aufzutreiben, aber trotz allem Kummer immer liebenswert und freundlich zu den zahlreichen gestressten Fluggästen ist.

Eine der schönsten Szenen im Film, die leider schon im Trailer offenbart wird.

Diese Offenheit und Freundlichkeit führen die von Selbstzweifeln geplagte Stewardess Amelia in die Arme von Viktor, die sich ihm einfach anvertraut. Amelia, sonst eher von Männern enttäuscht ist fasziniert von Viktor, der einfach so viel anders ist. „Sie sind eine Frau, die jeden Mann haben kann. Warum Viktor Navorski?“ will Nixon von Amelia wissen. Und sie antwortet „Das ist etwas, dass Männer wie sie nie verstehen werden.“ Eine der schönsten Szenen im Film, die leider schon im Trailer offenbart wird. Mit der Zeit findet Viktor weitere Freunde, die einfach sympathisch wirken. Sie arbeiten alle im Terminal und die einzelnen Subplots geben dem Film immer wieder ein Augenzwinkern und eine Portion Humor mit. Genial die Szene, wo Viktor mit Amelia zu Abend isst und seine Freunde alles erdenklich Mögliche versuchen, damit der Abend ein Erfolg wird.

Besonders gut haben mir die zahlreichen Anspielungen auf die Dose gefallen, die Viktor bei sich führt. Die Story, die sich aus diesem Detail ergibt ist etwas, dass ich nach dem Trailer nie gedacht hätte und dem Film auch ein würdiges Ende verleiht, ohne im Kitsch zu ertrinken, wie es Spielberg leider oft passiert. Ein Film, der mich von Anfang bis Ende an die Hand genommen hat und den man am liebsten in die Arme nehmen würde, so positiv ist seine Botschaft.

Fazit: Überragender Tom Hanks, der wieder in seinem Metier ist. Gefühlvoll in Szene gesetzt und ohne Längen.

Rating:

★★★★★★★★☆☆

2 Kommentare zu “Terminal

  1. Also wenn wir den zusammen gesehen hätte, ich bin sicher ich würde mich erinnern. Aber im Ernst, für einen Spielbergfilm ist das Ende doch in der Tat nicht unbedingt das, was man erwarten würde. Ich wäre im Vorfeld davon ausgegangen, dass die beiden sich natürlich kriegen, Zwillige bekommen und natürlich einen Golden Retriever haben.

    Rückblickend war ich dann aber wohl doch eher von meiner Begleitung abgelenkt und die Note eine Spur zu hoch. Denn die DVD habe ich noch nicht gesehen.

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