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Große Haie, Kleine Fische (Shark Tale)

Große Haie, Kleine Fische (Shark Tale)

Shark Tale ist der neue Animationsfilm aus dem Hause Dreamworks, die sich mit den beiden Shrek-Filmen einen guten Namen erarbeitet haben. Wenn man etwas zu Shark Tale sagen möchte, dann drängt sich der Vergleich zu den beiden großen Konkurrenten Arielle die Meerjungfrau (Disney) und Findet Nemo (Pixar) geradezu auf, da diese ein ähnliches Szenario hatten. Dreamworks geht einen etwas anderen Weg und mischt die faszinierende Unterwasserwelt mit dem Stoff alter Hollywood-Highlights wie zum Beispiel Der Pate, GoodFellas oder Der Weiße Hai. Dabei sei die Frage durchaus berechtigt, ob dieses Konzept aufgehen kann, da sich der Film an ein eher junges Publikum richtet und diese mit den Anspielungen zu teilweise 30 Jahre alten Hollywoodfilmen sicher nichts anfangen können. Das ist meiner Meinung nach auch eher das große Problem des Films. Es fehlt für Kinder – und für die ist der Film ja hauptsächlich gemacht – eine Story voller Herz, die greifbar ist. In Findet Nemo ging es um ein Kind, das zurück zu seinem Vater will, das ist ein Verlangen, das jedes Kind spielend nachvollziehen kann. In Shark Tale geht es eher um erwachsene Probleme wie Moral, Schulden und Beziehungen.

Abseits der ganzen Meckerei gibt es aber doch zahlreiche Stellen im Film, die wirklich lustig sind und auch spontan zünden.

Ansonsten hat der Film einen coolen Look, wobei er in allen Belangen deutlich hinter „Findet Nemo“ zurück bleibt. Dabei gibt es in der Unterwasserwelt, die hier wie eine brodelnde Großstadt dargestellt wird, wirklich viele kleine Details zu entdecken. In der Originalversion hat man sehr viele prominente Sprecher verpflichten können wir Will Smith, Robert DeNiro, Renee Zellweger, Jack Black, Martin Scorsese und Angelina Jolie. Die deutsche Synchronisation kann hier leider nicht mithalten. Teilweise wurden nicht die dazugehörigen deutschen Stimmen genommen. Anstatt für die Hauptfigur Oscar auf die deutsche Stimme von Will Smith zu vertrauen kam die Synchronstimme von Adam Sandler zum Einsatz. Auch in den Nebenrollen wirken einige Stimmen weniger gut als im Original. Dafür sehen sie ihren Sprechern sehr ähnlich. Oscar zum Beispiel hat zwei seitlich abstehende Flossen, die an die Dumbo-Segelohren von Will Smith erinnern. Selbst die beiden coolen Rasta-Quallen wirken im Original noch eine Spur wiziger. Abseits der ganzen Meckerei gibt es aber doch zahlreiche Stellen im Film, die wirklich lustig sind und auch spontan zünden. Es sind aber deutlich weniger, als es der Trailer zum Film verspricht. Boss Sykes, seine beiden Assistenten sowie die gesamte Hai-Posse sind das Highlight des Films. Sehr gut sind auch die vielen kleinen lustigen Anspielungen wie die Zeitung Newsreef oder die zahlreichen an echte Marken angelehnten Shops.

Fazit: Durchschnittskost im Animationslager, für Kinder deutlich weniger geeignet als Findet Nemo, spricht vermutlich eher Teenager an, die eher etwas mit dem coolen Ghetto-Sprüchen anfangen können.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

2 Kommentare zu “Große Haie, Kleine Fische (Shark Tale)

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