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Riddick – Chroniken eines Kriegers (Chronicles or Riddick)

Riddick

Im Jahr 2000 feierte Pitch Black als klassischer B-Movie einen Überraschungserfolg und verhalf dem Hauptdarsteller Vin Diesel zum Sprung in die vordere Riege der Hollywood-Actionstars. Da der Film gerade bei Science-Fiction-Fans sehr beliebt war, war es nur eine Frage der Zeit, bis eine Fortsetzung gedreht wurde. Nun kommt mit Riddick – Chroniken eines Kriegers der quasi zweite Teil in die Kinos. Genau zur richtigen Zeit will man meinen, denn für Vin Diesel wird es Zeit, endlich wieder einen Hit zu landen, denn die letzten Filme floppten eher an der Kinokasse.

Fünf Jahre sind vergangen seit den Geschehnissen in Pitch Black und der Schwerverbrecher Riddick (Vin Diesel) versteckt sich auf einem Eisplaneten vor seinen Verfolgern, auch um die kleine Jack zu beschützen, die jetzt Kyra (Alexa Davalos) heißt. In der Zwischenzeit machen sich die Nekromonger, eine faschistoide Rasse, unter dem Kommando ihres Führers Lord Marshall (Colm Feore) auf, um das gesamte Universum zu erobern. Normal soll das Böse durch das Gute bekämpft werden, doch manchmal ist es besser, das Böse mit etwas noch böserem zu bekämpfen, verrät uns der Film. Wie die Legende sagt, wird der einzig Überlebende eines ausgelöschten Volkes auftauchen, um den Lord Marshall zu stürzen. Und diese Sagenfigur ist niemand anderer als der Schwerverbrecher Riddick, auf dem nun die Hoffnung der Galaxis liegt. Ebenfalls den Kopf des Lord Marshalls und die Führung über das Heer der Nekromonger wollen der Zweite der Kommandokette Vaark (Karl Urban) und seine charismatische Frau (Thandie Newton).

Letztlich ist es eine One-Man-Show von Vin Diesel, aber auch dieser bleibt letztlich oberflächlich.

Der Vorgänger lebte von seiner düsteren Atmosphäre und dem Hauptdarsteller Vin Diesel, der immer wieder schön in Szene gesetzt wurde und coole One-Liner zum Besten geben durfte. Ansonsten bediente man sich zahlreicher Klassiker wie Alien oder Predator. Bei der Fortsetzung hatte man ein ungleich höheres Budget zur Verfügung und ging daher anders an die Sache heran. Obwohl mit David Twohy der gleiche Regisseur am Werk war lieferte man mit Riddick – Chroniken eines Kriegers einen Sci-Fi-Actionfilm ab, der mit opulenter Ausstattung und exzessivem Einsatz von Spezialeffekten versucht aufzutrumpfen. Aus diesem Grund sehe ich dem Film mal sämtliche Logikfehler nach, da sich der Film selbst auch gar nicht ernst nimmt, wäre dies nur allzu unfair.

Vorwerfen muss man dem Film allerdings, extrem viele Charaktere einzuführen, diesen aber absolut keinen Freiraum zu geben, sich in irgendeiner Form zu entfalten. Absolut unverständlich dann zum Beispiel der Einsatz der Grande Dame Judi Dench, die immer mal wieder als geheimnisvolle Abgesandte der Rasse der Elementals auftaucht, um ein bisschen rumzuschwatzen. Warum sie das tut, was sie eigentlich will? Darüber lässt uns der Film absolut im Unklaren. Letztlich ist es eine One-Man-Show von Vin Diesel, aber auch dieser bleibt letztlich oberflächlich. Ebenfalls unschön sind die teils wieder mal zu hektischen geschnittenen Szenen und die oft nur auf Computerspiel-Niveau befindlichen Spezialeffekte, wie zum Beispiel die komischen Hunde auf Krematoria.

Sehr gut hat mir der Look der Nekromonger gefallen, die aussehen wie eine Mischung aus Imperialen Sturmtruppen und Ritter aus King Arthur. Auch sonst hat Twohy eine überzeugende Welt geschaffen, die Schauplatz für einen interstellaren Krieg ist. Nonstop-Action, coole Sprüche von Vin Diesel und witzige One-Liner sorgen für gute Unterhaltung. Das Ende ist relativ offen, da Twohy bereits ankündigte, noch einen weiteren, abschließenden Teil drehen zu wollen. Bei einem Kassenerfolg werden die Produzenten hier kaum Steine in den Weg legen.

Fazit: Typische Hollywood-Actionkost. Massig CGI-Effekte, pausenlos Action und ein cooler Held mit noch cooleren Sprüchen. Dies täuscht aber nicht über die durchaus zahlreich vorhandenen Schwächen weg.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

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