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Girls Club (Mean Girls)

Girls Club - Mean Girls

Teeanger-Komödien sind im Moment schwer im Kommen, brauchen sie doch nur ein vergleichsweise geringes Budget und spielen im Verhältnis dazu extrem viel ein. Neu ist hingegen, dass heute eher Mädchen die Hauptrolle spielen, denn früher galt es als ungeschriebenes Gesetz, dass man nur mit einem männlichen Hauptdarsteller auch genug Leute ins Kino lockt. Die Zeiten ändern sich eben und Hollywood wäre nicht Hollywood, wenn es sich nicht extrem schnell auf solche Trends einstellen könnte. So schwimmt Girls Club auf einer Welle von Filmen in die Kinos wie zum Beispiel: Bekenntnisse einer Highschool Diva, Ein verrückter Tag in New York oder Freaky Friday.

Die 16jährige Cady (Lindsay Lohan) lebte bisher in Afrika, da ihre Eltern dort beruflich tätig waren. Unterrichtet wurde sie daher immer zu Hause und ausschließlich von den eigenen Eltern. So kommt sie also mit 16 Jahren erstmals in eine normale Schule und findet sich in einem Dschungel voller Cliquen wieder. Schnell findet sie Anschluss bei den beiden Außenseitern Janis (Lizzy Caplan) und Damian (Daniel Franzese). Von ihnen erfährt Cady, welche Cliquen es gibt, mit wem man sich anfreundet und wen man besser meiden sollte. Die drei Mädels, über die am meisten gesprochen wird, sind die an Barbiepuppen erinnernden “Plastics”. Cady soll sich dort als Spion einschleichen, um die Anführerin der Plastics, Regina George (Rachel McAdams), auszuhorchen und später zu Fall zu bringen. Als sich Cady dann noch in den Exfreund von Regina verliebt ist das Chaos natürlich vorprogrammiert und es kommt zum unweigerlichen Zickenterror voller Intrigen, Gemeinheiten und Boshaftigkeiten. Bleibt zu hoffen, dass sich bis zum Abschlussball alles wieder einrenken wird.

Auch wenn sich die Zusammenfassung wie die typische 08/15-Teeniekomödie anhört, geht Waters doch einen anderen Weg und lässt einige Klischees freundlicher Weise aus.

Club Girls versucht auf komödiantische Weise das Problem der Cliquenwirtschaft an Schulen aufzuarbeiten und versucht auch einige Weisheiten an die Zuschauer zu bringen und mit dem moralischen Zeigefinger zu winken. Kein Wunder, denn der Film basiert auf dem Buch Queen Bees and Wannabes von Rosalind Wiseman. Auf dem Regiestuhl nahm Mark S. Waters Platz, der bereits Genre-Erfahrung mit Freaky Friday (ebenfalls mit Lindsay Lohan) sammeln konnte. Auch wenn sich die Zusammenfassung wie die typische 08/15-Teeniekomödie anhört, geht Waters doch einen anderen Weg und lässt einige Klischees freundlicher Weise aus. Zum Beispiel endet die übliche “wir haben eine sturmfreie Bude und machen eine Party bei der lauter Leute kommen, die ich gar nicht kenne”-Party nicht mit der Zerstörung des kompletten Inventars.

Das wichtigste an einer Komödie ist aber letztlich ohnehin der Humor und der ist gar nicht mal schlecht gelungen. Richtig platte Witze wie der aus dem Trailer bekannte Kopfsprung in einen Mülleimer sind gottlob die Seltenheit und so hat Girls Club durchaus sehr komische Momente, die nicht mit dem Holzhammer gereicht werden. Ein weiterer Pluspunkt ist die Hauptdarstellerin Lindsay Lohan, die einfach zuckersüß ist und einfach super in diese Rolle passt. Auch sonst hat das Casting gute Arbeit geleistet, passt alles so wirklich gut. Mir hat zum Beispiel der Rektor (Tim Meadows) sehr gut gefallen, der früher bei Saturday Night Live dabei war. Weniger gut hat mir der Soundtrack gefallen, da bleibt American Pie das Maß der Dinge im Genre.

Fazit: Durchaus lustige und auch sozialkritisch bemühte Komödie mit einer glänzenden Hauptdarstellerin. Unter den vielen extrem schwachen Teeniekomödien ein Lichtblick, aber sicher kein Sonnenaufgang.

Rating:

★★★★★★☆☆☆☆

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