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Jetzt ist es raus: Guido auch

Eigentlich haben es ja schon immer alle gewusst. Auch Guido Westerwelle ist schwul, wie er sich gestern auf dem Geburtstagsempfang von Angela Merkel geoutet hat. Der Partner an seiner Seite ist Michael Mronz (36 Jahre, Geschäftsführer des Reitturniers CHIO von Aachen). Als Mitglied einer liberalen Partei sollte das ja auch keine Probleme mit sich bringen. Selbst einer seiner größten Kritiker aus den eigenen Reihen, Wolfgang Kubicki, gratulierte seinem Parteivorsitzendem zu dieser Entscheidung, denn eine gute Zweier-Beziehung (hehe, so liberal, dass Orgien gut sind, sind sie dann doch nicht) sei immerhin sehr wichtig.

Trotzdem wird von so einem Outing eine ganz große und außergewöhnliche Nummer gemacht.

Bei Klaus Wowereit war ich mir nie ganz sicher, ob das nicht vielleicht doch alles nur für den Wahlkampf inszeniert wurde. Berlin ist eine Schwulenhochburg und auf dem dortigen CSD ist ja auch immer der Bär los. Aber es ist halt gut so, da wollen wir nicht meckern. Lieber selbst mit so einem Outing rauskommen und Ort und Zeitpunkt selbst in der Hand zu haben, als z.B. so gedrängt zu werden wie Ole von Beust in Hamburg durch Schill. Wobei von Beust ja dann immerhin das Beste aus dem Skandal machte.

Es wird immer so gerne betont, dass wir in modernen Zeiten leben und „schwul-sein“ überhaupt kein Problem mehr ist. Trotzdem wird von so einem Outing eine ganz große und außergewöhnliche Nummer gemacht. Der Boulevard wird sich jedenfalls darum reißen. Nochmal Kubicki dazu „wie unverkrampft unsere Gesellschaft mittlerweile mit gleichgeschlechtlichen Beziehungen umgehen kann„. Eben genau das kann sie nicht.

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