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Der blanke Horror

Ich hatte nach langer Zeit mal wieder Lust, mich richtig zu gruseln. Dabei ist mir aufgefallen, wie stilvoll früher Horrorfilme waren im Gegensatz zu Heute. Natürlich können Klassiker im Bereich Sound und Bildqualität mit heutigen Filmen nicht mithalten, aber das machen sie dann halt wieder mit Atmosphäre wett. So sah ich gestern Abend den sehr belanglosen feardotcom, der in einem von mir gelesenen Forum als moderner Grusel empfohlen wurde. Dabei frage ich mich, ob die Leute einfach nichts Besseres kennen oder ich einfach zu alt für so etwas bin. Ständig frage ich mich bei solchen Filmen nach einem „Warum?“. Zu unlogisch und konstruiert wirkt das meist alles auf mich.

Das war der Moment, wo ich damals den Fernseher panisch ausmachte.

Von dem Film so dramatisch enttäuscht musste dann ein echter Klassiker ran: The Fog. Die Firma Laser Paradise brachte den Film bereits vor einiger Zeit auf DVD raus (sogar ein zwei-Disc-Set) und überarbeitete dabei Bild und Ton. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich als kleiner Junge mal an einem Samstag sehr lange aufgeblieben war, weil meine Eltern nicht zu Hause waren. The Fog lief damals auf der ARD (Ja ihr Jungspunde, damals gab es nur ARD, ZDF und die Dritten) und ich wäre vor Angst beinahe gestorben. Ich konnte mich jahrelang nur noch an eins erinnern. Es zog Nebel auf und ein Mann mit so einem Enterhaken war zu sehen. Das war der Moment, wo ich damals den Fernseher panisch ausmachte.

Gestern hatte ich jedoch mehr Mut und schaute bis zum Schluss. Dabei fiel mir natürlich wieder mal Jamie Lee Curtis auf, die ja eigentlich in jeden Horror-Klassiker gehört, der etwas auf sich hält. Leider war das Bild in den Nebel-Szenen etwas streifig, trotzdem war es ein Mordsspaß, mich wieder an die damalige Angst zu erinnern. Man merkt jedoch, dass an so einem Film der Zahn der Zeit nagt. Trotzdem ein echter Klassiker, der in eine gute Sammlung gehört und der dazu noch komplett ohne Gore- und Splattereffekte auskommt.

Danach spielte ich noch ein wenig Obscure auf der Xbox. Normalerweise kann ich diese Resident-Evil-Schocker ja nicht ausstehen, hier wurde das Ganze aber sehr schön umgesetzt. Großes Vorbild des Spiels scheint der Teenie-Horror Faculty zu sein. Das Ganze spielt an einer Highschool und auch sonst haben Film und Spiel sehr viele Parallelen, das geht sogar bis zur Musik. Für mich eines dieser Überraschungsspiele, die vermutlich viele nicht auf dem Zettel haben.

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