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Instant Midlife Crisis

Mit jedem Jahr, dass ich älter werde, scheine ich mir mehr Gedanken zu machen. Wenn dies so weiter geht, schreibe ich mit 50 sicher meine Biographie und sinniere 14 Tage über den Sinn des Lebens. Auch wenn ich mich manchmal nicht so fühle habe ich bis dahin ja noch ein wenig Zeit. Trotzdem frage ich mich seit eine 3 bei meinem Alter vorne steht ernsthaft, ob man grundlegende Dinge in seinem Leben noch ändern kann oder ob sich da schon solche Automatismen gebildet haben, die dies unmöglich machen. Sicherlich ist es nicht einfach, eine eingefahrene Schiene zu durchbrechen, aber ist dies unmöglich? Ich ziehe den Hut vor Leuten, die sich z.B. von ihren Lastern und Abhängigkeiten lossagen können, da hier ja oft eine Abhängigkeit noch zur Gewohnheit dazu kommt. Daher an dieser Stelle mal ein Lob an den alten Mann Sharbe, der sich das Rauchen abgewöhnt hat. Das ist eine echte Leistung, da er mehr Zigaretten geraucht hat am Tag, als ich im täglichen Durchschnitt an Sex denke – und das ist wirklich viel.

Ich habe mal irgendwo gelesen, der erste Schritt zu einer grundlegenden Änderung ist zu wissen, was einen stört.

Ich habe mal irgendwo gelesen, der erste Schritt zu einer grundlegenden Änderung ist zu wissen, was einen stört. Das ist nämlich genau das, was man ändern muss. Ich könnte mich also hinsetzen und all diese Dinge auf ein Blatt Papier schreiben. Das einzige, was einem dann noch im Weg steht ist der eigene schwache Geist, der alles weitere blockiert. Das ist in etwa so, als wollte man in den Urlaub fahren, man hat seine Sachen gepackt und steht abfahrbereit mit dem Auto auf dem Hof aber das Auto ist am Haus fest gekettet. Das wirklich schwierige ist nämlich, diese Kette zu durchbrechen und notfalls das Haus eben mit wegzuziehen. Man kommt dann zwar erst spät an, aber der Vorteil ist einfach, dass man nicht zu Hause bleiben muss. Ein schwieriger Weg, ich denke es lohnt sich, ihn zu gehen. Und ich bin mir auch sicher, dass es keine Frage des Alters ist, das wäre nämlich traurig.

Damit dürfte die kurze Midlife-Crisis für den diesjährigen Geburtstag beendet sein. Hat nicht mal weh getan.

13 Kommentare zu “Instant Midlife Crisis

  1. Haha, du meinst nur, dass du die Krise, weil du sie frühzeitig angehst, bereits überwunden hast. Dem ist aber nicht so, ganz im Gegenteil sie wird dich täglich beschäftigen und sich bedrohlich aufblasen bis du in 14 Tagen deine Biographie geschrieben hast und feststellst, dass sich kein Schwein dafür interessiert, denn du bist weder Pop- noch Pornstar und zu allem überfluss auch noch Ü30! Tut mir leid, aber ich sag es lieber direkt so hart, als dass du eines Tages aus dem Wattetraum aufwachst und wer weiß was passiert!

  2. OK, ich fahr jetzt einkaufen…. einen großen Strick… und ja ich nehmen einen, der dick genug ist und was aushält…

    DU ARSCHLOCH!

  3. Herr Sharbe, ich gehe jetzt mal tiefgründig an die Sache ran. Ich finde es etwas armseelig durch dieses aggressive Revierverhalten von Ihren eigenen Problemen ablenken zu wollen. Es ist schon traurig genug, dass ich für guten Sex bei Ihrer Frau Sorgen muss. Also hören Sie einfach damit auf, mich in ein Loch zu ziehen, in dem Sie schon lange drin sitzen 🙂

  4. Herr Rotznapf, schliesslich habe ich einige Jahre mehr auf dem Buckel als du und daher weiss ich was auf dich zukommt. Also nix von wegen Platzhirsch usw … du tust mir lediglich leid, denn die Zukunft wird nicht besser.

  5. mit 15 hab ich mir geschworen ich werd nie 20…aus unerfindlichen gründen hab ich trotz alk und drogen und zwielichtigem bekanntenkreis lange genug überlebt um 21 zu werden aber eins sag ich euch bevor ich so ein dinosaurier von 30 werde werf ich mir vor den zug…wer will denn schon so alt sein igitt

    *grins*

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