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Manchmal bin ich Gott oder zumindest dicht dran

Ich habe ja bereits berichtet, wie gerne ich anderen Leuten helfe. Heute war es wieder so weit. Eine Bekannte meines Vaters hatte ihren Umzug hinter sich gebracht. Sie berichtete mir stolz, dass sie den PC ganz allein abgebaut hat inkl. Abtrennung aller 436 Kabel, die aus so einem Gerät kommen. Beim Aufbauen verließ sie jedoch der Mut und sie schaltete einen Profi ein und zwar den Besten, den man für gute Worte bekommen kann. Wer es noch nicht mitbekommen hat, es ist gerade von mir die Rede.

So fuhr ich dort also heute Nachmittag vorbei und schaute mir das Ganze an. Da stand die Kiste also schön in einem speziellen Tischchen aufgestellt und alle Kabel lagen sorgfältig zusammen gerollt daneben. Da ich ja kein Anfänger bin sondern Vollprofi, den man für so was auch nachts um 3 Uhr anrufen kann, baute ich mich 2 m vor dem Gerät auf und kraulte mir den nicht vorhandenen Kinnbart und gab mich nachdenklich. Ich murmelte mir in den Bart, dass ich noch die autoexec.bak bei der Gelegenheit neu compilieren sollte, um etwas besseren Workflow in das System zu bringen.

Dieser anhimmelnde Blick zum PC-Gott, der mit filigranen Fingern die so hochkomplexen Geräte wieder in Bewegung bringt.

Als ich kurz darauf energisch zu den Kabeln griff, um meine Arbeit zu beginnen, war er dann wieder da. Dieser anhimmelnde Blick zum PC-Gott, der mit filigranen Fingern die so hochkomplexen Geräte wieder in Bewegung bringt. Quasi der Dr. Stefan Frank der PC-Experten. Nur knappe fünf Minuten später war dann natürlich alles angeschlossen und betriebsbereit. Es kam gar nicht erst die Frage auf, ob man auch die Funktionsfähigkeit überprüfen sollte. Schließlich war ein echter Fachmann am Gerät. Wenn Paul Bocuse ein Essen kocht braucht man es auch nicht zu probieren, um zu wissen, dass es gut ist.

Manchmal ist es doch schön, so wichtig zu sein. Und so war ich wenigstens für fünf Minuten Gott. Keine Angst, ich rede trotzdem noch mit euch und ihr könnt auch beim freundschaftlichen „Du“ bleiben.

2 Kommentare zu “Manchmal bin ich Gott oder zumindest dicht dran

  1. Der Prof. Dr. Brinkmann der PC-Not-Aufnahme.

    Mit der einem kurzem handauflegen heilt er die ärgsten Patienten, mit der anderen bereitet er noch „easy-er“ einen Schnitzelberg.

    Ein wahrer Ausnahmeathlet. Bin stolz in kennen zu dürfen.

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