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Fastentag

Ein bischen verspätet berichte ich nun doch noch von meinem gestrigen Fastentag. Schon länger wollte ich es mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, einfach mal zu hungern. So war meine letzte Nahrungsaufnahme am Sonntag abend und für den Montag hatte ich mir auferlegt, einfach einen Tag auszusetzen und absolut gar nichts zu essen, nicht mal Obst oder ähnliches. Zum Frühstück nahm ich einen Frühstücksdrink zu mir und am nachmittag ein Glas Orangensaft. Dazwischen gab es nur Wasser, ohne Kohlensäure.

Warum ich das tat? Ich weiß es nicht mal genau. Ich wollte einfach mal erfahren, wie sich das anfühlt und ob ich sowas durchhalte, da ich ein echter Genuss-Esser bin. Ich arbeite von zu Hause aus und habe den ganzen Tag Nahrung in Griffweite und stolpere auch den ganzen Tag darüber. Trotzdem habe ich brav durchgehalten. Witzig ist, dass ich sowas offenbar jedem auf die Nase binden muss, egal ob ich da auf Interesse stosse oder nicht. Für mich war das neu und daher ist es für jeden anderen auch neu. Also raus damit.

Betrat ich einen Raum, dann fiel mir als erstes eventuell vorhandene Nahrung auf und wenn es nur Brotkrümel in der hintersten Ecke auf dem Fußboden waren.

Wie sich das anfühlt? Das erste Mal richtig Hunger bekam ich gegen Mittag. Am nachmittag gab es immer mal ein paar Minuten, wo sich schon extremer Hunger breit machte. Aber da mein Gehirn überdurchschnittlich groß ist, hat es eine große Überzeugungskraft und gab das Kommando „Schnauze da unten“ weiter. Ein Schluck Wasser drauf und es folgte von unten auch braver Gehorsam und das Gefühl war weg. Insofern halb so wild.

War was besonderes? Mir fiel dabei auf, dass man ständig bewusster Nahrung wahr nimmt. Jeder Werbespot im TV wurde von mir mit höchsten Imteresse aufgenommen, sofern es sich dabei um Nahrung drehte. Betrat ich einen Raum, dann fiel mir als erstes eventuell vorhandene Nahrung auf und wenn es nur Brotkrümel in der hintersten Ecke auf dem Fußboden waren. Dies natürlich nur, wenn ich gerade nichts zu tun hatte. Also Ablenkung ist bei sowas alles. Aufgefallen ist mir noch, dass ich heute morgen meine erste Nahrung nach dem „Entzug“ viel bewusster wahr genommen habe und es – obwohl es ein stinknormales Toast war – viel besser als sonst geschmeckt hat.

3 Kommentare zu “Fastentag

  1. Das ist sicherlich richtig. Aber gegen diese Art von Hunger kann man sehr leicht was tun in diesen Breitengeraden 🙂

  2. tja hungern nach nahrung wäre nichts für mich da sehr schwacher kreislauf und chronisch niedriger blutdruck…da ist es für mich leichter mit psychischem fertig zu werden als mich in eiserner körperbeherrschung zu üben aber hut ab mein bärchen…haste fein gemacht 🙂

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