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Ein Vorteil des Alters

Ein Vorteil des Alters ist es auf jeden Fall, sich endlich von jeglichen Geschmackskonventionen loszusagen. Achtet man in der Jugend noch eher darauf, was hipp und in ist, wird einem das mit zunehmendem Alter immer egaler. Es ist einem einfach nichts mehr peinlich. Als Jugendlicher will man ja nicht nur hipp sein, die Steigerung davon ist ja, wenn man so einen ausgefallenen Geschmack hat, dass alle erstmal fragen müssen, was man da nun eigentlich für Musik hört oder was für eine Klamotten-Marke man anhat. Als viele so Mainstream-Hip-Hop hörten, kaufte ich mir eine LP von Public Enemy, die ich wirklich schrecklich fand. Damals fand ich es aber cool, dass die niemand kannte und alle meinen Underground-Geschmack bewunderten. Die „Musik“ fand ich aber wirklich ätzend. Ob einem das gefällt ist ja auch zweitrangig. Hauptsache der Rest grübelt darüber.

Heute kann ich ohne Angst sagen, dass ich Titanic nicht nur auf DVD habe, sondern auch gerne schaue. Ich habe mir mal eine Single der Kelly Family gekauft, nicht weil ich mich vergriffen habe, sondern weil ich damals das Lied wirklich gut fand. Ich habe beim Aufräumen eine Schallplatte von Bros gefunden. OK, das war mir dann doch fast noch peinlich.

2 Kommentare zu “Ein Vorteil des Alters

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